„Gegen Bier nicht so viel einwenden, aber...“

Coronavirus: Schnaps-Wirbel um Gesundheitsminister - „Nur Sauferei im Kopf“

Karl Josef Laumann bei einer Pressekonferenz.
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NRW-Gesundheitsminister Franz-Josef Laumann äußerte sich bei einer Pressekonferenz bezüglich des Alkoholausschanks bei privaten Feiern.

Auf einer Pressekonferenz äußerte sich NRW-Minister Karl-Josef Laumann bezüglich des Alkoholausschanks bei privaten Feiern in Corona-Zeiten. Auf Twitter erhielt er dafür negative Kommentare.

  • Besonders private Feiern waren zuletzt der Auslöser für Corona*-Hotspots in Deutschland.
  • In Nordrhein-Westfalen sorgten die Städte Hamm und Bielefeld für Aufsehen.
  • NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann äußerte sich bezüglich des Alkoholausschanks.

München - Die Corona-Neuinfektionen* sind auch in Deutschland zuletzt wieder angestiegen. Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sind beinahe wieder auf einem Rekordwert, indes kündigte das Robert-Koch-Institut eine gigantische Studie an. Besonders die nordrhein-westfälischen Städte Hamm und Bielefeld sorgten für Aufsehen.

In Bielefeld mussten sich Tausende Menschen aufgrund einer Familienfeier in Quarantäne begeben. In Hamm war eine Hochzeit der Auslöser, noch immer liegt der kritische 7-Tages-Inzidenz-Wert* in der Stadt über 50. Das bedeutet, dass in der letzten Woche über 50 Personen je 100.000 Einwohner positiv auf das Virus getestet wurden. Indes gab NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef-Laumann einen Rat bezüglich privaten Feiern.

Coronavirus: Feiern als Auslöser für hohe Infektionszahlen - Laumann: „Gegen Bier nicht viel einzuwenden, aber...“

Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch gab der Karl-Josef Laumann (CDU), nordrhein-westfälischer Gesundheitsminister, den Bürgern aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr einen Rat hinsichtlich des Alkoholausschanks. So sagte er, wie unter anderem auf einem Video auf Twitter zu sehen ist, dass er Fröhlichkeit auf Feiern als absolut notwendig empfinde. Dennoch sei auch „eine gewisse Disziplin“ angebracht. „Als Westfale würde ich, wenn ich so etwas in der Nachbarschaft organisieren würde, gegen Bier nicht so viel einwenden, aber man kann ja vielleicht mit dem Schnaps einmal ein bisschen vorsichtiger sein.“

Ein generelles Alkoholverbot könne sich Laumann ausschließlich bei einem „diffusen“ Infektionsgeschehen vorstellen, wie die „Bild“-Zeitung berichtet.

Coronavirus: Laumann erntet für Schnaps-Aussage Gegenwind auf Twitter - „Nur Sauferei im Kopf. Schlimm“

Auf Twitter hagelt es unter einem der Videos, das die Aussage von CDU-Politiker Karl-Josef Laumann wiedergibt, einige negativ behaftete Kommentare. So schreibt ein User beispielsweise: „Nur Sauferei im Kopf. Schlimm“. Ein anderer Twitter-User fragt mit angefügtem zwinkernden Emoji: „Hat der Herr Minister schon einen sitzen?“ Des Weiteren häufen sich Kommentare wie: „Kann ich als Westfale jetzt nicht so nachvollziehen“ oder „Westfälische Weisheiten“.

Auf Twitter findet sich jedoch auch ein Kommentar, der sich gegen den Alkohol bei Partys ausspricht. So stellte ein Twitter-User die Frage, „warum zu ‚feiern und ausgelassen sein‘ immer Alkohol gehören soll. Wenn ich mir die Party immer schön saufen muss, ist es eh die Falsche.“

Coronavirus in Deutschland: Aktuelle Richtlinien hinsichtlich privaten Feiern in NRW

Aktuell gibt es in Nordrhein-Westfalen für private Feiern zuhause keine Teilnehmerbegrenzung. Wer Hochzeiten, Taufen oder Geburtstage außer Haus feiern will, darf das mit höchstens 150 Teilnehmern. Die gleiche Teilnehmerzahl gilt für Beerdigungen. Feiern außerhalb der Wohnung müssen mindestens drei Werktage vorher mitsamt einer verantwortlichen Person beim Ordnungsamt angemeldet werden. Es muss eine Gästeliste geführt werden. Ab einem Wert von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sind Feiern im öffentlichen Raum nur noch bis 50 Teilnehmern erlaubt. Bei einer Zahl von 50 Infizierten pro 100 000 Einwohner sind es nur noch 25 Gäste. (mbr/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Netzwerks

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