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Johnson & Johnson: Tausende gelten nach Corona-Impfung plötzlich als ungeimpft

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Von: Daniel Großert

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Wer den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen hat, galt nach einer Dosis als vollständig geimpft. Doch das hat sich mittlerweile geändert.

Hamm - Dass die Frage nach dem Impfstatus noch einmal so kompliziert werden würde, haben die meisten wohl nicht erwartet. Lange galt: Wer eine (Johnson & Johnson) bzw. zwei (Biontech, Moderna, Astrazeneca) Impfungen gegen das Coronavirus erhalten hat, ist vollständig geimpft. Durch die Booster-Impfung ist nun aber ein weiterer Impfstatus hinzugekommen. Und Menschen, die einmal mit dem Vakzin von Johnson & Johnson geimpft wurden, haben plötzlich ihren Status verloren.

UnternehmenJohnson & Johnson
Gründung1886
SitzNew Brunswick, New Jersey, USA

Corona-Impfung mit Johnson & Johnson: Eine Dosis reicht jetzt nicht mehr aus

Für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland war der Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson der einfachste Weg, um den vollständigen Impfschutz zu bekommen: Eine Spritze in den Arm - und nach vier Wochen galt man als vollständig geimpft. Doch diese eine Impfung reicht nun nicht mehr aus: Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Kriterien für Impfnachweise geändert.

Demnach müssen beim „Covid-19 Vaccine Janssen“ - so der offizielle Name des Impfstoffs von Johnson & Johnson - nun auch zwei Dosen für eine vollständige Impfung verabreicht werden. Für rund 3,5 Millionen Menschen in Deutschland, die nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) den ursprünglich als Einmalimpfung gedachten Wirkstoff erhalten haben, bedeutet das: Sie gelten jetzt nicht mehr als vollständig geimpft, sofern ihnen nicht mindestens eine weitere Impfdosis verabreicht wurde. In allen Bereichen, in denen die 2G-Regel gilt, haben sie also keinen Zutritt mehr. Doch auch Personen, die andere Corona-Impfstoffe bekommen haben, gelten nicht für ewig als geimpft.

Corona-Impfung mit Johnson & Johnson: Vollständig geimpft erst nach zweiter Dosis

Wie viele Menschen in Deutschland die Änderung bei Johnson & Johnson tatsächlich betrifft, ist unklar. Denn schon länger empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) für Janssen-Geimpfte eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff. Grund dafür ist die im Vergleich zu anderen Wirkstoffen geringe Schutzwirkung des Vakzins gegen neue Corona-Varianten. Der Stiko-Empfehlung dürften einige aus dieser Personengruppe auch bereits gefolgt sein, sodass sie auch weiterhin die Kriterien für die 2G-Regel erfüllen.

Für die 2G-plus Regel, die in NRW in vielen Bereichen gültig ist, gelten dagegen wieder andere Kriterien: Hier gelten die mit Johnson & Johnson geimpften Menschen nach der ersten Booster-Impfung nicht mehr als geboostert. Stattdessen ist in diesem Fall ebenfalls eine dritte Impfdosis gegen Corona erforderlich, damit sie als geboostert gelten. Bei 2G-plus werden sie aber von der Testpflicht befreit, wenn die zweite Impfung mehr als 14 Tage, aber weniger als 90 Tage her ist. Welchen Impfstatus Sie für Ihren Urlaub benötigen, fasst 24vita.de* zusammen.

Eine Arzthelferin zieht eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson auf.
Wer nur eine Dosis des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson erhalten hat, gilt nun nicht mehr als vollständig geimpft. © Wolfgang Kumm/dpa

Aber nicht nur beim Impfstoff von Johnson & Johnson gibt es neue Regelungen: Das RKI hat beim Genesenen-Status eine weitreichende Änderung beschlossen. Wegen der Omikron-Variante gelten Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, nur noch drei Monate lang als genesen und nicht mehr sechs. *24vita.de ist wie wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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