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Corona-Gipfel: Neue Regeln für PCR-Tests laut Beschlussvorlage

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Von: Marcel Guboff

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Beim Corona-Gipfel beraten Bund und Länder am Montag unter anderem über PCR-Tests. Die Beschlussvorlage bedeutet neue Corona-Regeln bei den Tests.

Hamm - Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Um das weitere Vorgehen zu besprechen, kommen Bund und Länder am Montag (24. Januar) zum nächsten Corona-Gipfel zusammen. Die Ministerpräsidenten der Länder beraten dabei mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), wie Deutschland auf die stetig steigenden Fallzahlen und Rekord-Inzidenzen reagieren könnte.

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Corona-Gipfel: Neue Regeln für PCR-Tests - Lauterbach arbeitet an Beschlussvorlage

Bereits vor mehreren Tagen galt es als klar, dass es beim Corona-Gipfel unter anderem um Regel für PCR-Tests gehen wird. Denn wegen der heftigen Omikron-Welle muss die Teststrategie überdacht werden. Inzwischen liegt eine Beschlussvorlage zur Ministerpräsidentenkonferenz am Montag vor, die den Einsatz von PCR-Tests genau regelt. Die Veränderung lässt sich auch auf Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zurückführen.

Der Epidemiologe hatte bereits angekündigt, wegen der rasant steigenden Infektionszahlen durch die besonders ansteckende Virusvariante Omikron reagieren zu wollen, um die knapp werdenden PCR-Tests neu zu priorisieren. „Wir werden tatsächlich so hohe Fallzahlen bekommen, dass wir die PCR verteilen müssen, priorisieren müssen, dazu werde ich am Wochenende einen Vorschlag vorlegen, wie das passieren soll“, hatte er gesagt.

Diese Tests sollen nun vorrangig für Menschen verwendet werden, bei denen man sich laut Lauterbach sicher sein müsse, dass sie nicht an Corona erkrankt sind. Die Neuregelung wird beim Bund-Länder-Treffen am Montag beschlossen. Virologe Hendrik Streeck, der auch Mitglied des Corona-Expertenrats der Bundesregierung ist, meinte dazu in der Zeit treffend: „Menschen, die keiner Risikogruppe angehören, sollten sich nicht mehr auf Verdacht PCR-Tests unterziehen.“

Corona-Gipfel berät über PCR-Test-Strategie: Lehrer und Erzieher sollen bevorzugt werden

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hatte zuvor gefordert, dass die PCR-Testkapazitäten „als erstes zur Sicherung der kritischen Infrastruktur und Erkennung von Infektionen bei symptomatischen Personen eingesetzt“ werden sollten. Schulen schloss er dabei im Gespräch mit der Rheinischen Post explizit ein.

Ein Mitarbeiter hält in einem Coronatest-Labor der Limbach Gruppe PCR-Teströhrchen in den Händen. Aufgrund von steigenden Omikron-Infektionszahlen droht in den Coronatest-Laboren im Südwesten das Personal knapp zu werden.
Corona-Gipfel: Neue Regeln für PCR-Tests - Lauterbach arbeitet an Beschlussvorlage © Uwe Anspach/dpa

So sieht es auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Daher hat sie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach aufgefordert, Lehrer und Erzieher bei PCR-Tests zu bevorzugen. „Wenn jetzt bei den PCR-Tests priorisiert wird, müssen Beschäftigte in Schulen und Kitas dazugehören“, sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Diese haben am Arbeitsplatz „sehr viel Kontakt mit ungeimpften Menschen, hieß es in der Begründung. In der Beschlussvorlage ist von der Miteinbeziehung von Lehrpersonal noch nichts zu lesen. Inwieweit Lehrer und Erzieher bei der PCR-Test-Priorisierung berücksichtigt werden, wird sich erst am Montag zeigen.

Dazu dürften Bund und Länder beim Corona-Gipfel einmal mehr über eine Impfpflicht diskutieren. Österreich hat nun eine Impfpflicht samt Bußgeldern eingeführt - was Karl Lauterbach direkt als „Meilenstein“ bezeichnete. (mit dpa-Material) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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