Umfrage vor der Bundestagswahl 2021

CDU/CSU unter 30 Prozent: Verliert Armin Laschet nach der Flut den Zuspruch?

Die Umfrage-Werte von Armin Laschet und seiner Partei sinken: Die neuesten Zahlen gibt es dieses Mal vom RTL/ntv-Trendbarometer. Liegt es an Laschets Auftritten nach der Flut?

Hamm - „Fragwürdige Zahlen von Armin Laschet - Klimabilanz von NRW geschönt“ (taz), „Laschets Skandale - Das Ende des Teflon-Kandidaten“ (t-online), „Laschet ging nach Flut-Warnung auf Reisen“ (Münchener Merkur). Nach der Flutkatastrophe in NRW gibt es viel Kritik am CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Kostet ihm das Verhalten die Bundestagswahl im September 2021?

NameArmin Laschet
Geboren18. Februar 1961 in Aachen
Größe1,70 Meter
EhepartnerinSusanne Laschet

Nach der Flutkatastrophe: Armin Laschets CDU/CSU unter 30 Prozent bei Bundestagswahl

In einer aktuellen Umfrage des RTL/ntv-Trendbarometers fallen Armin Laschet und die Parteien CDU/CSU unter die 30-Prozent-Marke. Die Union bleibt zwar mit 28 Prozent stärkste Kraft, kann jedoch in der Krise nicht den Abstand zu SPD und Grünen ausbauen, sondern verliert zwei Prozentpunkte. Gerade bei den jungen Wählern können die Konservativen nicht punkten: Die 18- bis 29-Jährigen würden mit 36 Prozent die Grünen wählen, CDU/CSU hingegen kommen nur auf 16 Prozent.

Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen den alten und jungen Wählern: Bei den Über-60-Jährigen sind die einstigen Volksparteien CDU/CSU und SPD noch immer die stärksten Kräfte. Hier würden CDU/CSU auf 36 Prozent und die SPD auf 19 Prozent kommen. Die Grünen sind auch bei den Älteren zumindest drittstärkste Kraft mit 14 Prozent.

Umfrage vor der Bundestagswahl 2021: CDU und Armin Laschet rutschen unter 30-Prozent-Marke

Wäre als jetzt die Bundestagswahl 2021 würden die Parteien laut RTL/ntv-Umfrage insgesamt auf folgende Ergebnisse kommen: CDU/CSU 28 Prozent, Grüne 19 Prozent, SPD 16 Prozent, FDP 12 Prozent, AfD 10 Prozent, Linke 7 Prozent. 8 Prozent würden eine der sonstigen Parteien wählen. Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 22 Prozent.

Bei der vergangenen Bundestagswahl 2017 sah es noch deutlich anders aus: CDU/CSU 32,9 Prozent, SPD 20,5 Prozent, FDP 10,7 Prozent, Grüne 8,9 Prozent, Linke 9,2 Prozent, AfD 12,6 Prozent und sonstige Parteien 5,2 Prozent. Nicht zur Wahl gingen 2017 23,8 Prozent.

Flutkatastrophe in NRW: Armin Laschet lacht bei Rede im Hochwasser-Chaos

Nordrhein-Westfalen wurde in der vergangenen Woche von einer Flutkatastrophe heimgesucht. Starkregen ließ Bäche und Flüsse über die Ufer treten, Häuser, Straßen und Keller wurden überflutet. In Erftstadt entstand ein riesiger Krater, als der Boden wegbrach. Bis zum 21. Juli wurden 48 Tote geborgen, im benachbarten Rheinland-Pfalz starben bis zu diesem Zeitpunkt 122 Menschen. Zahlreiche Personen werden noch vermisst. Auch im Märkischen Kreis wütete das Unwetter - Altena wurde durch das Hochwasser der Lenne abgeschnitten.*

Der NRW-Ministerpräsident machte in den Katastrophengebieten bislang keine glückliche Figur: Nachdem Armin Laschet bei einer Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Hochwasser-Gebiet gelacht hatte, folgte heftige Kritik für den CDU-Chef. Danach folgte eine Art Nicht-Entschuldigung. Laschet twitterte: „Umso mehr bedauere ich den Eindruck, der durch eine Gesprächssituation entstanden ist. Dies war unpassend und es tut mir leid.“ Er bedauerte den Eindruck der Öffentlichkeit, nicht den Vorfall selbst.

Harsche Kritik für den CDU-Kanzlerkandidaten für die Non-Apology* gab unter anderem von der Frankfurter Rundschau. „Es ist abgrundtief schlechtes Verhalten, während der Bundespräsident über eine Unwetter-Katastrophe spricht, die mehr als 150 Menschen das Leben und viele Menschen die Existenz gekostet hat, im Hintergrund zu lachen und zu feixen“, so kommentieren die Kollegen der FR.de.*

Armin Laschet wird nicht nur das unpassende Verhalten in der Krise vorgeworfen. Merkur.de berichtet, dass die Landesregierung in NRW bereits vor der Katastrophe informiert war*. Ein zentraler Krisenstab wurde jedoch nicht eingerichtet, stattdessen sei Armin Laschet für den Wahlkampf auf Reisen gegangen. Nicht nur in der Kommunikation habe es Fehler gegeben, sondern auch beim Schutz der Bevölkerung. - *FR.de, merkur.de und come-on.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

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