Bundeswehrverband fordert Milliardeninvestitionen

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Für dei Verbesserung der sozialen Rahmenbedingungen fordert der Bundeswehrverband zusätzliche Anstregungen in Milliardenhöhe.

Berlin - Der Bundeswehrverband fordert Milliardeninvestitionen, um die Truppe attraktiver zu machen. Mit dem Geld sollten vor allem die sozialen Rahmenbedingungen für die Soldaten verbessert werden.

Man müsse “mindestens eine Milliarde Euro, vielleicht auch zwei“ für entsprechende Maßnahmen zur Verfügung stellen, sagte Verbandschef Ulrich Kirsch der Tageszeitung “Die Welt“ (Montag). Am Nachmittag wollte er Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) Vorschläge dafür vorlegen.

“Mit unserer Attraktivitätsagenda 2011 zeigen wir auf, dass die sozialen Rahmenbedingungen für die Streitkräfte mit Blick auf die Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit von überlebenswichtiger Bedeutung sind“, sagte Kirsch. Die Vorschläge des Bundeswehrverbandes beziehen sich auf die Bedingungen für Auslandseinsätze, Besoldung, Ausrüstung, aber auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Das Bundeskabinett hatte Anfang Juni auf seiner Klausurtagung beschlossen bis 2014 im Verteidigungshaushalt 8,3 Milliarden Euro einzusparen. Guttenberg lässt derzeit Modelle erarbeiten, mit denen die Vorgaben umgesetzt werden können. Bis zu 40 000 Stellen von Berufs- und Zeitsoldaten sollen gekürzt werden. Auch die Aussetzungen der Wehrpflicht ist im Gespräch.

Guttenberg sagte am Montag im Berlin, die Sparmaßnahmen dürften nicht zu Lasten der Attraktivität der Bundeswehr gehen. “Wir müssen die Bundeswehr attraktiver machen“, sagte er. Er gehe davon aus, dass der Bundeswehrverband “einige erstklassige Vorschläge“ vorlegen werde, die dann geprüft würden. “Dann wird man sehen müssen, welche Kosten dabei entstehen.“ Aber die Attraktivitätssteigerung sei “von größter, größter Wichtigkeit und auch Teil der Bundeswehrreform“.

dpa

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