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Bundestagswahl 2017: Das Endergebnis und die Ergebnisse in jedem Bundesland

Das Reichstagsgebäude in Berlin kurz nach der Bundestagswahl 2017.
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Das Reichstagsgebäude in Berlin kurz nach der Bundestagswahl 2017.

Sie wollen noch einmal genau nachlesen, wie bei der Bundestagswahl am Sonntag abgestimmt worden ist? Hier finden Sie das vorläufige amtliche Endergebnis und die Ergebnisse in jedem Bundesland.

Update vom 21. November 2017: Gibt es schon im Frühjahr eine Neuauflage der Bundestagswahl? Angeblich kursiert in Berlin schon ein geheimer Termin für Neuwahlen.

Update vom 20. November 2017: Die FDP ist aus den Sondierungen für ein schwarz-gelb-grünes Bündnis ausgestiegen. Und jetzt? Wir haben bereits zusammengefasst, wie es nach dem Scheitern von Jamaika weitergehen könnte.

Unter diesem Link finden Sie alle Prognosen, Hochrechnungen und Karten aus den 299 Wahlkreisen in ganz Deutschland.

Bundestagswahl 2017: Vorläufiges amtliches Endergebnis (25.09.2017, 5.25 Uhr)

ParteiErgebnisSitzeGewinne/Verluste
CDU/CSU33,0 Prozent246minus 8,5 Prozent
SPD20,5 Prozent153minus 5,2 Prozent
AfD12,6 Prozent94plus 7,9 Prozent
Grüne8,9 Prozent67plus 0,5 Prozent
FDP10,7 Prozent80plus 5,9 Prozent
Linke9,2 Prozent69plus 0,6 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag bei 76,2 Prozent (2013: 71,5 Prozent). Der neu gewählte Bundestag wird aufgrund von Überhang- und Ausgleichsmandaten aus 709 Abgeordneten bestehen (2013: 631 Abgeordnete), und damit um 111 Sitze erhöht.

Bundestagswahl 2017: Die Ergebnisse in den Bundesländern

In jedem Bundesland hat die Union bei der Bundestagswahl 2017 Stimmen verloren. In Sachsen sogar 15,7 Prozent. Hier landete die AfD mit 27,0 Prozent sogar 0,1 Prozent vor der CDU (26,9 Prozent). Am besten schnitt die CDU in Rheinland-Pfalz, wo sie 35,9 Prozent holte. In Sachsen blieben die Sozialdemokraten mit 10,5 Prozent gerade noch zweistellig.

Die SPD holte mit 27,4 Prozent ihr bestes Ergebnis in Niedersachsen. Die CSU verlor in Bayern 10.5 Prozent der Stimmen. Nur bei der Bundestagswahl 1949 schnitten die Christsozialen mit 29,2 Prozent noch schlechter ab.

Grünen-Hochburg war Hamburg (27,0 Prozent), das mieseste Ergebnis bei der Bundestagswahl 2017 holte die Öko-Partei in Sachsen-Anhalt (3,7 Prozent).

In NRW, dem Heimatland von FDP-Chef Christian Lindner holten die Liberalen mit 13,1 Prozent ihr bestes Ergebnis bei der Bundestagswahl 2017, am schlechtesten schnitt die FDP in Mecklenburg-Vorpommern ab (6,2 Prozent). Traditionell sind FDP und Grüne in den westlichen Bundesländern immer stärker als im Osten.

Umgekehrt ist es bei den Linken. In Berlin holten die Linken mit 18,8 Prozent ihr bestes Ergebnis bei der Bundestagswahl 2017, am schlechtesten schnitten sie in mit 6,1 Prozent in Bayern ab.

Vor allem in Ostdeutschland hat die AfD bei der Bundestagswahl 2017 besonders starke Ergebnisse eingefahren. Laut Infratest dimap kommt die Alternative für Deutschland in den östlichen Bundesländern und dem Osten Berlins auf 21,5 Prozent. AfD-Hochburg bei der Bundestagswahl 2017 war Sachsen (27,0 Prozent). Am schlechtesten schnitt die AfD in Hamburg und Hessen ab, wo sie auf jeweils 7,8 Prozent kam.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 in den einzelnen Bundesländern.

Baden-Württemberg:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU34,4 Prozentminus -11,3 Prozent
SPD16,4 Prozentminus 4,2 Prozent
AfD12,2 Prozentplus 6,5 Prozent
Grüne13,5 Prozentplus 2,5 Prozent
FDP12,7 Prozentplus 6,5 Prozent
Linke6,4 Prozentplus 1,6 Prozent

Bayern:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CSU38,8 Prozentminus 10,5 Prozent
SPD15,3 Prozentminus 4,7 Prozent
AfD12,4 Prozentplus 8,1 Prozent
Grüne9,8 Prozentplus 1,4 Prozent
FDP12,4 Prozentplus 5,1 Prozent
Linke6,1 Prozentplus 2,3 Prozent

Berlin:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU22,7 Prozentminus 5,8 Prozent
SPD17,9 Prozentminus 6,7 Prozent
AfD12,0 Prozentplus 7,1 Prozent
Grüne12,6 Prozentplus 0,3 Prozent
FDP8,9 Prozentplus 5,3 Prozent
Linke18,8 Prozentplus 0,3 Prozent

Brandenburg:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU26,7 Prozentminus 8,1 Prozent
SPD17,6 Prozentminus 5,5 Prozent
AfD20,2 Prozentplus 14,2 Prozent
Grüne5,0 Prozentplus 0,3 Prozent
FDP7,1 Prozentplus 4,6 Prozent
Linke17,2 Prozentminus 5,2 Prozent

Bremen:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU25,0 Prozentminus 8,8 Prozent
SPD25,0 Prozentminus 4,3 Prozent
AfD10,0 Prozentplus 6,3 Prozent
Grüne11,0 Prozentminus 1,1 Prozent
FDP9,3 Prozentplus 5,9 Prozent
Linke13,5 Prozentplus 3,4 Prozent

Hamburg:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU27,2 Prozentminus 4,9 Prozent
SPD23,5 Prozentminus 8,9 Prozent
AfD7,8 Prozentplus 3,6 Prozent
Grüne13,9 Prozentplus 1,2 Prozent
FDP10,8 Prozentplus 6,0 Prozent
Linke12,2 Prozentplus 3,4 Prozent

Hessen:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU30,0 Prozentminus 9,2 Prozent
SPD23,5 Prozentminus 5,3 Prozent
AfD7,8 Prozentplus 6,3 Prozent
Grüne9,7 Prozentminus 0,2 Prozent
FDP11,6 Prozentplus 6,0 Prozent
Linke8,1 Prozentplus 2,1 Prozent

Mecklenburg-Vorpommern:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU33,1 Prozentminus 9,4 Prozent
SPD15,1 Prozentminus 2,7 Prozent
AfD18,6 Prozentplus 13,0 Prozent
Grüne4,3 Prozentplus/minus 0,0 Prozent
FDP6,2 Prozentplus 4,0 Prozent
Linke17,8 Prozentminus 3,7 Prozent

Niedersachsen:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU34,9 Prozentminus 6,2 Prozent
SPD27,4 Prozentminus 5,7 Prozent
AfD9,1 Prozentplus 5,4 Prozent
Grüne8,7 Prozentminus 0,1 Prozent
FDP9,3 Prozentplus 5,1 Prozent
Linke6,9 Prozentplus 1,9 Prozent

Nordrhein-Westfalen:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU32,6 Prozentminus 7,2 Prozent
SPD26,0 Prozentminus 5,9 Prozent
AfD9,4 Prozentplus 5,5 Prozent
Grüne7,6 Prozentminus 0,4 Prozent
FDP13,1 Prozentplus 7,9 Prozent
Linke7,5 Prozentplus 1,4 Prozent

Rheinland-Pfalz:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU35,9 Prozentminus 7,4 Prozent
SPD24,2 Prozentminus 3,3 Prozent
AfD11,2 Prozentplus 6,4 Prozent
Grüne7,6 Prozentplus/minus 0,0 Prozent
FDP10,4 Prozentplus 4,9 Prozent
Linke6,8 Prozentplus 1,4 Prozent

Saarland:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU32,4 Prozentminus 5,4 Prozent
SPD27,2 Prozentminus 3,8 Prozent
AfD10,1 Prozentplus 4,9 Prozent
Grüne6,0 Prozentplus 0,3 Prozent
FDP7,6 Prozentplus 3,8 Prozent
Linke12,9 Prozentplus 2,9 Prozent

Sachsen:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU26,9 Prozentminus 15,7 Prozent
SPD10,5 Prozentminus 4,1 Prozent
AfD27,0 Prozentplus 20,2 Prozent
Grüne4,6 Prozentminus 0,3 Prozent
FDP8,2 Prozentplus 5,1 Prozent
Linke16,1 Prozentminus 3,9 Prozent

Sachsen-Anhalt:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU30,3 Prozentminus 10,9 Prozent
SPD15,2 Prozentminus 3,0 Prozent
AfD19,6 Prozentplus 15,4 Prozent
Grüne3,7 Prozentminus 0,3 Prozent
FDP7,8 Prozentplus 5,2 Prozent
Linke17,8 Prozentminus 6,1 Prozent

Schleswig-Holstein:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU34,0 Prozentminus 5,2 Prozent
SPD23,3 Prozentminus 8,2 Prozent
AfD8,2 Prozentplus 3,6 Prozent
Grüne12,0 Prozentplus 2,6 Prozent
FDP12,6 Prozentplus 7,0 Prozent
Linke7,3 Prozentplus 2,1 Prozent

Thüringen:

ParteiErgebnisGewinne/Verluste
CDU28,8 Prozentminus 10,0 Prozent
SPD13,2 Prozentminus 2,9 Prozent
AfD22,7 Prozentplus 16,5 Prozent
Grüne4,1 Prozentminus 0,8 Prozent
FDP7,8 Prozentplus 5,2 Prozent
Linke16,9 Prozentminus 6,5 Prozent

Bundestagswahl 2017: Das war der Wahlabend im Live-Ticker

Berlin - In unserem Live-Ticker erfahren Sie direkt die erste Prognose und weitere Hochrechungen. Der spannendste Teil des Wahlabends beginnt dann freilich erst. Nacheinander werden Prognosen, Hochrechnungen, vorläufige und endgültige Ergebnisse der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag eintreffen - und früher oder später wird sich dann auch die kommende Regierungskoalition im deutschen Bundestag abzeichnen.

Natürlich gibt es Erfahrungswerte zum zeitlichen Ablauf des Wahlabends. Wann Sie am 24. September 2017 mit den einzelnen Hochrechnungen und Ergebnissen zur Bundestagswahl rechnen können, das verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Nichts mehr verpassen: Holen Sie sich unsere App mit allen Infos zur Bundestagswahl 2017.

Ergebnisse der Bundestagswahl 2017: So läuft die Stimmenauszählung

Wenn um 18 Uhr die letzte Stimme abgegeben ist, beginnen für die Wahlhelfer in Deutschland stressige Stunden - bei der vergangenen Bundestagswahl waren bis zu 600.000 von ihnen im Einsatz. Fünf bis neun Helfer je Wahllokal - oder Briefwahlbezirk - sortieren und zählen die abgegebenen Wahlzettel und schreiben Ergebnisse nieder. Im Einsatz sind dabei übrigens freiwillige Helfer. Sie erhalten nur ein sogenanntes Erfrischungsgeld. Bei der Bundestagswahl 2017 werden sie - wie schon in der Vergangenheit - 21 Euro bekommen.

Da jeder Wahlkreis aus einer Vielzahl von Wahllokalen besteht, müssen die ausgezählten Ergebnisse einige Stellen passieren: Zunächst werden sie vom Wahllokal an die Städte und Gemeinden weitergeleitet, dann an die Kreiswahlleiter, die die vorläufigen Ergebnisse für die Wahlkreise ermitteln - also zum Beispiel auch feststellen, welcher Kandidat über die Erststimmen das Direktmandat des jeweiligen Wahlkreises gewinnt. 

Von dort aus wird zunächst der Landeswahlleiter, dann der Bundeswahlleiter in Wiesbaden informiert. Aus den vorläufigen Ergebnissen werden erst endgültige Ergebnisse, wenn sie von den Kreis-, Landes- und Bundeswahlausschüssen bestätigt werden. All das dauert natürlich seine Zeit.

AB 18.00 Uhr: Erste Prognosen zum Ausgang der Bundestagswahl 2017

Trotzdem lohnt es sich bekanntermaßen, bereits um genau 18.00 Uhr den Fernseher einzuschalten. Dann präsentieren die Fernsehsender erste Zahlen zum Wahlausgang. Um offizielle (Zwischen-)Ergebnisse handelt es sich dabei allerdings nicht. Schließlich werden die Wahlurnen zu diesem Zeitpunkt überhaupt erst geöffnet.

Die sogenannten Prognosen stammen stattdessen von den - zuletzt häufig gescholtenen - Meinungsforschungsinstituten wie Infratest dimap (beim Ersten) oder der Forschungsgruppe Wahlen (beim ZDF). Sie bitten am Wahltag vor möglichst repräsentativ ausgewählten Wahllokalen die Wähler, ein zweites Mal für eine Umfrage ihre Stimme anonym abzugeben. 2013 waren dafür jeweils zwischen 50.000 und 100.000 Wähler nach der Stimmabgabe befragt worden.

Gerade bei knappen Wahlausgängen müssen die Prognosen noch kein zuverlässiger Gradmesser für die Ergebnisse sein: Parteien können noch über oder unter die 5-Prozent-Hürde fallen, die über den Einzug in den Bundestag entscheidet. Ausnahme: Eine Partie holt drei Direktmandate. Erwartbare kleinere Schwankungen in den Zahlen können dafür sorgen, dass Koalitionen noch zu Stande kommen oder unmöglich werden. Einen ersten Eindruck vom Kräfteverhältnis bieten die 18-Uhr-Prognosen üblicherweise aber recht zuverlässig.

Ab 18.15 Uhr: Erste Hochrechnungen zum Ausgang der Bundestagswahl 2017

Bereits wenige Minuten nach Schließung der Wahllokale ist die Hoch-Zeit der Prognosen aber auch schon wieder beendet. Dann kommen die ersten Hochrechnungen herein. Bei der Bundestagswahl 2013 lag die erste Hochrechnung gegen 18.15 Uhr vor - dann war klar, dass Angela Merkel erneut Kanzlerin ist. Bei der Bundestagswahl 2017 wird es wohl ähnlich sein - wobei das Ergebnis natürlich noch unklar ist.

Die Hochrechnungen basieren bereits auf ersten Auszählungen aus den Wahllokalen, wie etwa auf der Homepage der Forschungsgruppe Wahlen nachzulesen ist. Vor allem bei frühen Hochrechnungen sind allerdings noch einige statistische Kniffe eingebaut. So werden nicht willkürlich die ersten eintreffenden Ergebnisse zusammengerechnet - sondern die Stimmverteilungen aus ausgewählten Bezirken.

Mit der Hochrechnung schärfen sich in jedem Fall die errechneten Ergebnisse. Ein Trend, der über den ganzen Wahlabend über anhält: Je mehr ausgezählte Stimmen in die Hochrechnungen einfließen, umso genauer wird das Ergebnis. Erfahrungsgemäß gibt es etwa im Halbstundentakt neue Zahlen bei den Sendern.

Je nach Gesamtlage können die Updates spannend wie ein Krimi werden: 2013 etwa war lange unklar, ob die Union eine absolute Mehrheit erzielen könne und AfD und FDP in den Bundestag einziehen würden. Berühmt-berüchtigt ist in dieser Hinsicht auch die Wahlnacht 2002, als ein nach ersten Zahlen sicher geglaubter Wahlsieg für Unions-Kandidat Edmund Stoiber doch noch wegbröckelte. Am Ende kam Gerhard Schröder (SPD) ein zweites Mal in Amt und Würden.

Im Jahr 2002 brauchte es einige Hochrechnungen, bis sich die Mehrheitsverhältnisse klärten

Ab 21.30 Uhr: Erststimmen-Ergebnisse der Bundestagswahl 2017

Ab circa 21.30 Uhr, geballt dann meist nach 22 Uhr folgen die nächsten Meilensteine bei der Stimm-Auszählung: Dann trudeln die vorläufigen amtlichen Erststimmen-Ergebnisse aus den Wahlkreisen ein.

Für die Kräfteverhältnisse im Bundestag haben die Erststimmen seit der Wahlrechtsreform 2012 keine Bedeutung mehr, auch nicht indirekt über Überhangmandate. Denn diese werden nun durch „Ausgleichmandate“ neutralisiert. Aber sie liefern auch am Wahlabend eine „menschliche Komponente“: Welche Spitzenpolitiker konnten ihre Wahlkreise gewinnen, wer erlitt eine Schlappe, wo triumphierten Außenseiter von den kleineren Parteien - und welcher Abgeordnete vertritt meinen Heimatwahlkreis? All diese Fragen werden nun beantwortet.

In der Nacht auf Montag: Vorläufiges amtliches Endergebnis des Bundestagswahl 2017

Fast allen Spekulationen ein Ende bereitet dann der Bundeswahlleiter mit dem „vorläufigen amtlichen Endergebnis“. Im Jahr 2013 wurde es um 3.15 Uhr in der Nacht auf Montag herausgegeben. Bereits zuvor trudeln meist vorläufige amtliche Endergebnisse aus den Bundesländern ein. In Bayern war es vergangenes Mal gegen Mitternacht soweit.

Das vorläufige Endergebnis beinhaltet dann bereits alle Verschiebungen, die sich durch Überhang- und Ausgleichsmandate ergeben. Es weist also auch aus, wie viele Abgeordnete im neuen Bundestag sitzen werden.

Aus dem vorläufigen amtlichen Endergebnis wird übrigens erst einige Tage nach dem Wahltermin ein endgültiges amtliches Endergebnis. Der Bundeswahlausschuss stellt es voraussichtlich im Oktober im - noch nach dem 2013er-Ergebnis zusammengesetzten - Bundestag vor.

Der letzte Schritt zum neuen, 19. Bundestag: Das Kunststück Koalitionsbildung

Bis die Wähler Gewissheit haben, wer ihre neue Bundesregierung stellen wird, kann es freilich noch länger dauern. Denn während 2013 die Union noch an der absoluten Mehrheit schnupperte, ist eine Ein-Parteien-Regierung nach der Bundestagswahl 2017 nicht zu erwarten - zu zersplittert ist die Parteienlandschaft, zu groß die Zahl der wohl im Parlament vertretenen Parteien.

Das heißt, der Wahlsieger wird sich auf die Suche nach einem geeigneten Koalitionspartner begeben müssen. Denkbar ist dabei viel: Von einer erneuten Großen Koalition über eine Neuauflage von Schwarz-Gelb bis hin zu komplett neuen Konstellationen wie Rot-Rot-Grün oder Schwarz-Grün.

Nach der Bundestagswahl im September 2013 unterzeichneten CDU, CSU und SPD erst Mitte Dezember den Koalitionsvertrag - vor allem, weil die SPD erst noch einen Mitgliederentscheid über das Papier abhielt. Vier Jahre zuvor hatten sich CDU, CSU und FDP schon Ende Oktober geeinigt.

Es kann am Abend der Bundestagswahl 2017 also spannend werden. Und wann wissen wir, wer Kanzlerin bzw. Kanzler wird? Möglicherweise gibt es auch am Abend des 24. September noch kein Ergebnis.  

Auch interessant für alle, die noch nicht wissen, wem sie ihre Stimme geben sollen: Seit dem 30. August ist der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017 online.

fn

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