Bundestag beschließt Verbot riskanter Börsenwetten

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Börsenhändler in Frankfurt am Main. Der Bundestag hat ein Verbot riskanter Börsenwetten beschlossen.

Berlin - Spekulanten haben bei riskanten Börsenwetten in Deutschland künftig weniger Spielraum. Der Bundestag billigte am Freitag mit den Stimmen von Union und FDP das Verbot für alle “ungedeckten Leerverkäufe“.

Die SPD stimmte dagegen, Grüne und Linkspartei enthielten sich.

Mit dem nationalen Alleingang will die schwarz-gelbe Koalition Übertreibungen und Missbrauch verhindern. Experten und Opposition halten das Verbot für wirkungslos.

Die Regierung will hoch spekulativen Wetten von Investoren auf fallende Kurse einen weiteren Riegel vorschieben. Finanzakteure dürfen künftig nur noch mit Aktien, Staatsanleihen und Kreditversicherungen handeln, die sie selbst besitzen oder sich geliehen haben.

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Bereits seit 19. Mai sind bestimmte Leerverkäufe in Deutschland untersagt. Mit dem jetzt beschlossenen Gesetz wurde dieses Verbot ausgeweitet. Der Bundesrat entscheidet am Freitag nächster Woche. Eine Zustimmung gilt als wahrscheinlich, nachdem Interessen der Länder berücksichtigt und die Gesetzespläne entschärft wurden.

dpa

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