Bundesregierung will Ölsanktionen gegen Syrien prüfen

+
Die Bundesregierung erwägt, Ölsanktionen gegen Syrien zu erheben.

Berlin - Die Bundesregierung schließt Sanktionen gegen die syrische Öl- und Gasindustrie nicht aus. Damit schließt sich Deutschland der Haltung der USA an.

Man werde entsprechende Forderungen von US-Außenministerin Hillary Clinton prüfen, kündigte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am Freitag nach einem Treffen mit seinem ägyptischen Amtskollegen Mohammed Amr in Berlin an. Es gebe “viele Übereinstimmungen“ mit den Vorstellungen Clintons.

Die Abberufung des deutschen Botschafters aus Damaskus lehnte Westerwelle aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiter ab. Er halte es für besser, derzeit die Gesprächskanäle offen zu halten. Dies liege auch im Interesse der Demonstranten.

Amr zeigte sich überzeugt, dass es in Syrien keine militärische Lösung geben wird. Notwendig seien Gespräche zwischen allen Parteien. Dafür müsse aber das Blutvergießen sofort aufhören. “Man kann die Geschichte nicht aufhalten“, betonte er in Richtung der syrischen Führung mit Blick auf die Entwicklung in seinem Land.

dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare