Bund erforscht Gorleben nicht weiter als Atom-Endlager

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Bergleute unterhalten sich in Gorleben im Erkundungsbergwerk Gorleben in einer Tiefe von 840 Metern vor dem Abbild eines Sprenglochbildes (Archivbild).

Berlin - Die Bundesregierung will die Erkundung des Salzstock Gorleben als mögliches atomares Endlager noch in diesem Jahr einstellen.

Eine Sprecherin von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der “Süddeutschen Zeitung“. Gorleben soll demnach nur dann wieder erkundet werden, falls es nötig werde, den Salzstock mit anderen Standorten zu vergleichen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Einigungsvorschlag, den die Bundesregierung inoffiziell den Ländern unterbreitet hat.

Der Bund schlägt unter anderem einen “Offenhaltungsbetrieb ohne weitere Erkundungen“ vor. Allerdings solle ein “Forschungslaborbetrieb“ möglich sein.

Das Atommüll-Zwischenlager Gorleben

Das Atommüll-Zwischenlager Gorleben

Damit kommt Bewegung in die Verhandlungen über ein mögliches Endlager. Im November vergangenen Jahres hatten sich Bund und Länder auf einen Neustart bei der Endlagersuche verständigt. Seitdem wird um die Details gerungen. Hoch umstritten ist dabei die Frage, welche Rolle der Salzstock Gorleben spielen wird, der bislang als einziger Standort auf seine Tauglichkeit als atomares Endlager erkundet wird. Atomkraftgegner fordern, Gorleben müsse von der Liste potenzieller Endlagerstätten gestrichen werden.

Röttgen zeigte sich nun optimistisch, dass eine Einigung zwischen Bund und Ländern in greifbarer Nähe sei. “Ich hoffe, dass es uns in den nächsten Wochen gelingt, nun auch noch das letzte Stück zu schaffen“, sagte er am Freitag. In den vergangenen Monaten hätten alle Beteiligten “ein Stück weit über seinen Schatten springen“ müssen. Ziel sei es nun, “den jahrzehntelangen Kampf um diese Frage endlich zu beenden und bis zum Sommer ein Rahmengesetz über die einzelnen Verfahrensschritte zu beschließen“.

dapd

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