Bund beendet Steuerwirrwarr

Pizza-Dienste werden billiger

Berlin- Gute Nachricht für Pizza-Dienste und Anbieter von Essen-auf-Rädern: Künftig soll für alle Außer-Haus-Lieferungen von Speisen weiter nur der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gelten statt 19 Prozent.

Das geht aus einem am Montag bekanntgewordenen Schreiben des Bundesfinanzministeriums hervor, über das zuvor die „Wirtschaftswoche“ berichtet hatte.

Danach soll ab 1. Januar nächsten Jahres grundsätzlich bei Speisenlieferungen der reduzierte Satz greifen - mit Ausnahme von solchen Dienstleistungen, die über reine Essenslieferungen hinaus gehen. Das betrifft etwa einen Partyservice mit Bedienung und Essenausgabe.

Unter die Steuerbegünstigung fallen auch Speisen oberhalb der „Würstchen-Kategorie“ sowie Essenstransporte, die warm und zu festgelegten Zeiten geliefert werden. Davon profitieren vor allem Seniorenheime und Kindertagesstätten, die von Großküchen beliefert werden, aber auch Fleischer, Bäcker und eben Pizza-Dienste.

Auslöser der Klarstellung waren Urteile des Bundesfinanzhofes sowie des Europäischen Gerichtshofes. Es drohte zunächst eine Verschärfung, weil Bund und Länder dies zum Anlass nehmen wollten, den vollen Satz bei Außer-Haus-Lieferungen zu verlangen. Dies ist nun vom Tisch ist. Mit der Neuregelung soll der Abgrenzungsstreit zwischen Finanzämtern und betroffen Anbietern beigelegt werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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