Nach Beschwerden

Bornheim: Flüchtlinge haben Schwimmbad-Verbot

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Besucherinnen und Angestellte beschwerten sich über sexuelle Belästigungen durch Männer aus einer nahen Asylbewerberunterkunft.

Bornheim - Wegen zu vieler Beschwerden hat sich die Stadt Bornheim zu einem drastischen Schritt entschieden: Männer aus dem nahegelegenen Flüchtlingsheim dürfen nicht mehr ins Schwimmbad.

In der Kleinstadt Bornheim bei Bonn dürfen über 18-jährige männliche Flüchtlinge vorerst nicht mehr das städtische Hallenbad benutzen. Anlass seien mehrere Beschwerden über ein sexuell anzügliches Verhalten der Männer in dem Bad, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag auf Anfrage. Es gehe darum, den Männern klar zu machen, dass die Rechte der Frauen in Deutschland unantastbar seien.

Betroffen sind dem Sprecher zufolge die Bewohner von drei Flüchtlingseinrichtungen in der Nähe des Hallenbades. Der Bornheimer Sozialdezernet sei bereits in den Unterkünften gewesen und habe die Entscheidung dort persönlich bekannt gemacht.

Der Sprecher sagte, es gehe nicht um einen Generalverdacht, sondern um klare Regeln. Insgesamt seien bisher sechs Mal Beschwerden über anzügliches Verhalten in den Bädern eingegangen. Es solle den Flüchtlingen klar gemacht werden, wie sie sich in dem Hallenbad zu verhalten hätten.

Verbot soll nächste Woche wieder aufgehoben werden

In der nächsten Woche solle das Verbot wieder aufgehoben werden, erklärte Bürgermeister Wolfgang Henseler am Freitag im Gespräch mit dem Bonner „General-Anzeiger“ nach Angaben der Zeitung. Am Montag werde der Verwaltungsvorstand darüber beraten, an welchem Tag das Verbot aufgehoben werde.

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dpa

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