Böhrnsen: Köhler-Nachfolger ab Mittwoch regeln

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Böhrnsen: Nicht vor Mittwoch über Köhler-Nachfolger sprechen.

Bremen - Bundesratspräsident Jens Böhrnsen hat die Spitzen in Politik und Gesellschaft aufgefordert, nicht vor Mittwoch über die Nachfolge des zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler zu debattieren.

“Der Respekt vor der Persönlichkeit Horst Köhlers und vor seiner Leistung als Bundespräsident gebietet, dass wir heute und auch morgen den bisherigen Amtsinhaber würdigen. Ab Mittwoch können wir den Blick nach vorn richten“, sagte der SPD-Politiker, der jetzt für Köhler Staatsoberhaupt ist, dem Bremer “Weser-Kurier“ (Dienstagausgabe). Böhrnsen sprach sich dafür aus, nach dem Moratorium mehrere Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten aufzustellen. Böhrnsen selbst will so schnell wie möglich mit dem Bundespräsidialamt abstimmen, welche Termine Köhlers innerhalb der nächsten maximal 30 Tage bis zur Neuwahl wahrgenommen werden müssen und welche aufgeschoben werden können.

SPD will zunächst keinen Köhler-Nachfolgekandidaten vorschlagen

Die SPD will nach dem Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler zunächst keinen Kandidaten für die Nachfolge vorschlagen. Es helfe niemandem, wenn jetzt einfach Namen in die Welt gesetzt würden, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Montagabend im ZDF. Zunächst sei die Bundesregierung am Zug. Die SPD werde sich aber auch mit der Frage beschäftigen und dann gegebenenfalls Vorschläge machen.

Nahles sagte, Köhlers Rückzug habe ganz Deutschland sprachlos gemacht und auch die SPD sehr bestürzt. Die SPD-Politikerin erklärte aber zugleich, für einen angemesseneren Schritt hätte sie es gehalten, wenn Köhler die gegen ihn erhobene Kritik zurückgewiesen hätte und nicht zurückgetreten wäre. Offensichtlich habe sich der Bundespräsident von der schwarz-gelben Bundesregierung aber nicht mehr ausreichend gestützt gefühlt.

dapd

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