Alles-oder-Nichts-Rede auf SPD-Parteitag

„Blöder Dobrindt“: So reagiert der CSU-Mann auf die Nahles-Attacke

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SPD-Frau Nahles und CSU-Landesgruppenchef Dobrindt.

Es ging um alles oder nichts: In ihrer Rede auf dem SPD-Parteitag ging SPD-Frau Nahles CSU-Landesgruppenchef Dobrindt an. Der reagiert ungewohnt.

Berlin/München - Alexander Dobrindt ließ zuletzt beinahe keine Gelegenheit für einen verbalen Angriff auf die Sozialdemokraten aus. Die Meinungsmache für ein „Nein“ zur großen Koalition innerhalb der SPD nannte er „Zwergenqaufstand“, setzte die SPD mit immer deftigeren Asylforderungen unter Druck, forcierte den Ausdruck von einer „konservativem Revolution“ und mahnte dabei vor einer  „linken Meinungsvorherrschaft“.

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Doch nach dem verbalen Vorstoß der SPD-Politikerin Andrea Nahles reagierte Dobrindt gelassen. "Das war eine leidenschaftliche Debatte, die bei der SPD geführt worden ist", sagte Dobrindt am Montag dem Fernsehsender "Welt". „Da muss man nicht alles auf die Goldwaage legen.“

Nahles hatte den CSU-Landesgruppenchef in ihrer Rede auf dem SPD-Parteitag als „blöden Dobrindt“ bezeichnet. Tatsächlich war Dobrindt aufgrund seiner Aussagen (u.a. „Zwergenaufstand“) für einige Sozialdemokraten der Buhmann. „Das tut der Freundschaft keinen Abbruch“, sagte Dobrindt nun im Interview. 

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„Wir haben auch hinter verschlossenen Türen hart gerungen und verhandelt. Danach muss man sich immer noch in die Augen schauen können“, so der 47-Jährige versöhnlich. Das Ziel sei schließlich noch immer etwas gemeinsam zu schaffen. Eine Neuauflage der GroKo stehe nun im Vordergrund.

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