#Blackouttuesday

Blackout Tuesday: Donald Trumps Tochter solidarisiert sich mit Protesten

Ein großer Teil der Musikindustrie steht wegen des Todes von George Floyd still. Mit dem „Blackout Tuesday“ flutet eine Welle der Anteilnahme durch das Netz. 

  • Die Proteste in den USA wegen des Tods des Schwarzen George Floyd dauern an. 
  • Auch die Musikbranche und weitere Prominente solidarisieren sich mit den Protesten. 
  • Unter dem Motto „Blackout Tuesday“ stehen große Teile der Musikindustrie still. 

Update, 03.06.2020, 16.45 Uhr: Tiffany Trump*, die Tochter des US-Präsidenten Donald Trump, hat sich mit der „Blackout Tuesday“-Bewegung solidarisch gezeigt. Auf Instagram veröffentlichte sie ein schwarzes Foto und benutzte die Hashtags #blackoutTuesday und #justiceforgeorgefloyd. 

Damit hat sich Tiffany Trump als einziges Mitglied der Familie Trump solidarisch gegenüber der Aktion gezeigt. Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis* hat die US-Musikindustrie einen „Blackout Tuesday“ ausgerufen. Als Reaktion auf den anhaltenden Rassismus und die Ungerechtigkeit gegenüber Menschen mit schwarzer Hautfarbe solle die Musikindustrie am Dienstag pausieren, schrieben Jamila Thomas und Brianna Agyemang, die beide in der US-Musikbranche arbeiten, auf einer eigens eingerichteten Webseite.

Blackout Tuesday: Prominente solidarisieren sich mit Protesten nach Tod von George Floyd

Erstmeldung, 02.06.2020, 16.36 Uhr: Minneapolis – Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis hat die US-Musikindustrie einen „Blackout Tuesday“ ausgerufen. Als Reaktion auf den seit langem anhaltenden Rassismus und die Ungerechtigkeit gegenüber Menschen mit schwarzer Hautfarbe solle die Musikindustrie an diesem Dienstag (02.06.2020) pausieren, schrieben Jamila Thomas und Brianna Agyemang, die beide in der US-Musikbranche arbeiten, auf einer für die Aktion eingerichteten Webseite

Blackout Tuesday: „Ohne Respekt für die Leben von Schwarzen“ 

„Wir werden nicht mit unserer normalen Arbeit weitermachen ohne Respekt für die Leben von Schwarzen.“ Mit der Aktion „Blackout Tuesday“ solle Aufmerksamkeit auf die Ungerechtigkeit gelenkt werden und Menschen dazu aufgefordert werden, einen Tag lang keine Inhalte zu produzieren, sondern sich mit den Vorgängen zu beschäftigen.

Dutzende Musiklabels und andere Branchen weltweit schlossen sich dem „Blackout Tuesday“ an. Stars wie Sarah Jessica Parker, Rihanna, Ariana Grande oder der deutsche Sänger Mark Forster  veröffentlichten auf Instagram komplett schwarze Bilder. 

Dazu gibt es in den Sozialen Netzwerken inzwischen mehrfach den Hinweis, das schwarze Bild nicht mit dem Hashtag #blacklivesmatter zu versehen. Dieser weist auf die Proteste und relevanten Hintergründe zu dem Thema hin, die Gefahr laufen, durch die schwarzen Bilder in den Hintergrund zu rücken. 

Blackout Tuesday: Superstars solidarisieren sich mit Protesten in Minnesota 

Auch andere Superstars gehen abseits des „Blackout Tuesday“ auf die Straße, sie skandieren mit Demonstranten, sie ergreifen bei Kundgebungen das Wort. Die Corona-Krise* sorgte auch in Hollywood wochenlang für eine Schockstarre, nun wehren sie sich gegen das, was George Clooney als „unsere Pandemie“ beschrieb: „Wir sind alle infiziert und in 400 Jahren haben wir noch keinen Impfstoff gefunden.“ In einem eindringlichen Essay schreibt der 59 Jahre alte Oscar-Preisträger bei der Nachrichten-Plattform „The Daily Beast“ am Montag über systemischen Rassismus, Ungleichbehandlung und Polizeibrutalität gegen Schwarze in den USA.

Nach Tod von George Floyd: Musikbranche solidarisiert sich mit „Blackout Tuesday“ 

 „Es bestehen kaum Zweifel, dass George Floyd ermordet wurde", sagt George Clooney über den Tod des 46-jährigen Afroamerikaners nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota vor einer Woche. Einer von vier beteiligten Beamten drückte ihm minutenlang sein Knie in den Nacken. Floyds vermutlich letzte Worte „Ich kann nicht atmen“ sind bei weltweiten Protesten zum Schlachtruf von Demonstranten geworden. Clooney schildert andere Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze, wie Rodney King und Eric Garner. 

marv mit dpa 

Es war wohl nicht das erste Mal, dass der Polizist Derek Chauvin im Dienst gewalttätig wurde. Was über den Mann bekannt ist, der George Floyd tötete.

Weltweit protestieren Tausende nach dem Tod von George Floyd gegen rassistische Polizeigewalt - Strukturen, die auch in Deutschland für Todesopfer gesorgt haben. 

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Rubriklistenbild: © AFP

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