Vor erstem Treffen

„Killer“ und „Machogehabe“: Biden und Putin finden harte Worte füreinander

Vor dem ersten persönlichen Treffen mit US-Präsident Joe Biden sieht der russische Präsident Wladimir Putin die Beziehungen der beiden Länder auf dem Tiefpunkt.

Washington – Wenig harmonisch zeigen sich aktuell Russlands Präsident Wladimir Putin* und US-Präsident Joe Biden*. Vor ihrem ersten persönlichen Treffen am Mittwoch (16.06.2021) in Genf lassen die beiden kaum ein gutes Haar aneinander.

Putin hält seinen neuen Counterpart zwar für berechenbarer als dessen Vorgänger Donald Trump*. Das sagte Putin am Freitag (11.06.2021) dem US-Nachrichtensender NBC. Doch positiv sind seine Äußerungen vorab nicht: Anders als Trump, den Putin als außergewöhnliche, talentierte und schillernde Person beschrieb, sei Biden ein „Karriere-Mensch“, der sein Leben in der Politik verbracht habe. Mit Blick auf Biden sagte der Kremlchef, es gäbe einige Vor- und einige Nachteile, aber sicher keine impulsiven Handlungen im Namen eines US-Präsidenten.

Wladimir Putin hält Joe Biden für berechenbarer als dessen Vorgänger Donald Trump. (Archivbild)

Joe Biden bezeichnet Trump-Fan Wladimir Putin als „Killer“

Putin hatte offen zugegeben, bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 für Trump gewesen zu sein. Der ehemalige US-Präsident hatte sich wiederholt bewundert über den russischen Amtskollegen geäußert. Biden hingegen sagte, er mache sich keine Illusionen über Putin. Mit Blick auf einer Reihe hochkarätiger Todesfälle in Russland, etwa des Kremlkritikers Boris Nemzow, bezeichnete er den russischen Präsidenten als „Killer“.

Joe Biden hatte am Mittwoch (09.06.2021) gesagt, die USA* wollten eine „stabile, vorhersehbare Beziehung“ und suchten nicht den Konflikt mit Russland. Der US-Präsident will beim Treffen in Genf nach eigenen Angaben eine Reihe kritischer Themen wie die mutmaßliche Einflussnahme Russlands auf US-Wahlen und russische Hacker-Angriffe zur Sprache bringen.

Putin wirft Biden indirekt „Machogehabe“ vor

Putin sagte dazu im NBC-Interview: „Wir haben eine bilaterale Beziehung, die in den letzten Jahren ihren Tiefpunkt erreicht hat.“ Auf die Frage, ob er „ein Killer“ sei, sagte Putin, der Begriff sei Teil des in Hollywood üblichen „Machogehabes“. Dieses wiederum sei „Teil der politischen Kultur der USA“ – aber in Russland sei dies nicht normal.

Derweil hat Donald Trump vor dem Treffen von Biden mit Putin gegen seinen Nachfolger gestichelt*. (kke/dpa/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Dmitri Lovetsky/dpa

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