Bericht: Islamisten verschleppten Hunderte Kurden in Syrien

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200 kurdische Zivilisten wurden von islamistischen Aufständischen in Syrien entführt und wenig später im Austausch für drei Inhaftierte wieder frei gelassen. Foto: Youssef Badawi

Beirut/Kairo (dpa) - Islamistische Aufständische haben in Syrien mehr als 200 kurdische Zivilisten entführt und wenig später im Austausch für drei Inhaftierte wieder frei gelassen.

Nach Angaben der syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte waren die Menschen am Sonntag und Montag in Bussen auf dem Heimweg in die kurdische Enklave um die Stadt Afrin im Nordwesten, als sie von Rebellen angehalten und verschleppt wurden. Den Angaben zufolge kamen sie noch am Montag im Austausch gegen drei Männer frei, die in Afrin wegen unerlaubter archäologischer Ausgrabungen inhaftiert waren.

In ersten Berichten hatte es geheißen, Kämpfer der Al-Nusra-Front seien die Täter gewesen und die Busse in der Enklave um Afrin losgefahren.

Im Mai 2014 hatten Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat rund 150 kurdische Schüler im Teenageralter festgenommen, die von Aleppo nach Kobane an der Grenze zur Türkei unterwegs waren. Sie wurden in den Monaten danach grüppchenweise freigelassen. In der Geiselhaft wurden sie Berichten zufolge misshandelt.

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