Bahn soll Kosten von "Stuttgart 21" geschönt haben

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Um das Projekt "Stuttgart 21" durchzusetzen, soll die Bahn Zahlen geschönt haben

Hamburg - Das umstrittene Bahnprojekt "Stuttgart 21" sorgte für viel Aufsehen in den letzten Monaten. Nun soll herausgekommen sein, dass die Bahn angeblich Kosten geschönt haben soll, was die Bahn allerdings bestreitet.

Die Bahn soll die Kosten für das umstrittene Bahnprojekt “Stuttgart 21“ geschönt haben. Das Nachrichtenmagazin “Spiegel“ berichtete am Sonntag vorab, dass interne Vermerke, Protokolle, Präsentationen und Grafiken den Schluss nahe legten, dass die Projektkosten bereits vor zwei Jahren über der Finanzierungsgrenze von 4,5 Milliarden Euro lagen. Gegner des Projekts unterstellen dem Konzern seit geraumer Zeit, “Stuttgart 21“ anhand von zurecht gebogenen Zahlen durchgesetzt zu haben.

Stuttgart 21: Argumente Pro und Contra

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Ein Bahn-Sprecher sagte dem Magazin, dass sich “unterschiedliche Investitionssummen“ aus “unterschiedlichen, fortgeschrittenen Planungsständen“ ergäben. Es sei “ausdrückliche Aufgabe der Projektleitung“, die Berechnungen aus der Anfangsphase des Projekts in einer fortgeschrittenen Phase fortzuführen.

Die Bahn wiederum ihrerseits hat den Beitrag über angeblich geschönte Kosten beim Projekt “Stuttgart 21“ zurückgewiesen. Der Konzern wertete den Bericht als Versuch, mit “altbekannten und seit langem überholten Zahlen die Öffentlichkeit kurz vor der Vorstellung der Ergebnisse des Stresstests“ zu verunsichern. Der “Spiegel“ hatte unter Berufung auf interne Bahndokumente berichtet, dass die Finanzierungsgrenze von 4,5 Milliarden Euro bereits vor zwei Jahren überschritten worden sei.

dapd

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