Baden-Württembergs SPD-Chef befürwortet Ausschluss Sarrazins

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Fordert nachdrücklich den Rauswurf Sarrazins aus der SPD: Der Partei-Landesvorsitzende von Baden-Württemberg, Nils Schmid.

Stuttgart - Baden-Württembergs SPD-Vorsitzender Nils Schmid hat sich nachdrücklich für einen Ausschluss des Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin aus der Partei ausgesprochen.

Er sei froh, dass der Bundesvorstand der Partei das Verfahren am Montag offiziell einleiten wolle, weil sonst andere Parteigliederungen, etwa der baden-württembergische Landesverband, dies anstrengen müssten. “Es gibt Aufforderungen an uns als Landespartei, dies zu unterstützen“, sagte Schmid der “Stuttgarter Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Er betonte: “Es wäre fatal, wenn die Partei nicht gegen Sarrazins rassistische Thesen vorgehen würde.“

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Die Theorien über vererbbare Intelligenz seien ein “Rückfall in unselige Zeiten“ und “ein grober Verstoß gegen das Grundsatzprogramm der SPD“. Mit dem sozialdemokratischen Bild von Menschenwürde und freier Entfaltung der Persönlichkeit seien sie nicht vereinbar. Die SPD vertrete den Standpunkt, dass der Weg des Menschen durchs Leben offen und nicht genetisch vorherbestimmt sei, sagte Schmid. Deswegen halte er auch den Vorschlag eines Mitgliederentscheids über den Ausschluss “für eine absurde Idee“. Um den Ausschluss zu verhindern, müsse sich Sarrazin eindeutig von seiner Vererbungstheorie distanzieren.

dapd

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