Anruf bei Horst Köhler: Wulff traut sich nicht

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Ex-Bundespräsident Horst Köhler zu Besuch bei Christian Wulff im Oktober 2005.

Berlin - Dem Kandidaten von Union und FDP für das Amt des Bundespräsidenten, Christian Wulff, hat bislang der Mut für einen Anruf bei Horst Köhler gefehlt.

Dem am Sonntag vorab veröffentlichten Nachrichtenmagazin “Focus“ sagte Wulff: “Ich habe mich bisher nicht getraut, ihn anzurufen, weil ich nicht weiß, wie viel Abstand er schon hat“.  Wenn er Köhler bis zur Wahl am 30. Juni nicht gesprochen habe, werde “eines meiner ersten Telefonate danach mit ihm sein“. Er habe das Bedürfnis, mit Köhler über die Gründe des Rücktritts zu reden. Er bedauerte den Schritt Köhlers. “Wir brauchen mehr Nachdenklichkeit und nicht mehr Hysterie“. Köhler sei möglicherweise sensibler als andere. “Aber wir brauchen solche sensiblen, feinnervigen Menschen. Seinen Rücktritt empfinde ich daher als Verlust,“ sagte der CDU-Politiker.

Köhler war vor zwei Wochen überraschend als Bundespräsident zurückgetreten.

Bettina Wulff sieht Eva Luise Köhler als Vorbild

Wenn ihr Ehemann Bundespräsident werden sollte, will Bettina Wulff  Eva Luise Köhler nacheifern. “Ihre Art kam bei den Menschen als natürlich an. Das würde ich mir auf jeden Fall zum Vorbild nehmen“, sagte die Ehefrau des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Eva Luise Köhler habe an der Seite ihres Mannes sehr ruhig gewirkt. “Ich habe sie als freundliche, positive Person erlebt, die sehr offen auf die Menschen zugegangen ist“, fügte Wulffs zweite Ehefrau hinzu.

Eine wichtige Funktion der Frau des Bundespräsidenten sieht die 36-Jährige dem Bericht zufolge darin, sich für soziale Themen stark zu machen. Bettina Wulff kann sich daher nach eigenen Angaben vorstellen, für eine begrenzte Zeit ihren Beruf als Pressereferentin aufzugeben.

apn

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