Althaus: Übereilte Rückkehr in Politik war Fehler

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Der Ex-Ministerpräsident von Thüringen, Dieter Althaus.

München - Anderthalb Jahre nach seinem Skiunfall hat der frühere Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus eingeräumt, dass seine übereilte Rückkehr in die Politik ein Fehler war.

“Ich bin von meiner Partei, vor allem aber von mir selbst gedrängt worden, alles für meine Genesung und den politischen Wiedereinstieg zu tun“, sagte Althaus dem “Focus“. Er sei hoch motiviert von der Aussicht auf ein gutes Wahlergebnis gewesen. Eine Niederlage habe er zum Zeitpunkt seines Entschlusses, wieder als Spitzenkandidat anzutreten, nicht einkalkuliert. Heute würde er sicherlich eine andere Entscheidung treffen.

Die von SPD und Linkspartei geäußerte Kritik an seinem Wechsel in die Privatwirtschaft als Manager beim Automobilzulieferer Magna wies Althaus ebenso zurück wie den Vorwurf, er habe den Unfall, bei dem Althaus eine Skifahrerin umgefahren hatte, die später ihren Verletzungen erlag, und nach dem er selbst eine Zeitlang im Koma lag, für Wahlkampfzwecke missbraucht. Er habe sich “immer menschlich fair und wahrhaftig verhalten, im Gegensatz zu anderen“, betonte er.

Eine Rückkehr in die Politik kommt für den 52-Jährigen nicht infrage: “Ich schaue dankbar auf meine Karriere zurück. Aber ein Comeback in der Politik schließe ich aus.“

apn

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