Drohnenangriff im Jemen

Auf Befehl von US-Präsident Trump: USA töten Al-Kaida-Anführer Al-Rimi

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Die USA töteten den Anführer eines Al-Kaida-Ablegers im Jemen. (Symbolbild)

Auf Befehl von Trump töteten US-Streitkräfte den Anführer eines Al-Kaida-Ablegers im Jemen. Kasim Al-Rimi war seit 2015 an der Spitze des dortigen Terrornetzwerks.

  • Die USA haben Kassim Al-Rimi, den Anführer eines Al-Kaida-Ablegers im Jemen, getötet.
  • Auf den Terroristen war eine Belohnung von bis zu zehn Milllionen Dollar ausgesetzt. 
  • Wann genau der Militärschlag erfolgte, ist noch nicht bekannt.

Update um 11.40 Uhr: Bei einem Drohnenangriff auf Befehl von Donald Trump haben US-Militärkräfte den Anführer eines Ablegers der Terrororganisation Al-Kaida im Jemen getötet. Wenige Stunden nachdem das Weiße Haus den Tod Kassim Al-Rimis bekanntgab, gelangen weitere Informationen über das dortige Terrornetzwerk an die Öffentlichkeit. Der Al-Kaida-Ableger hatte Informationen der Deutschen Presse-Agentur zufolge im Jemen in den vergangenen Jahren mehrere Rückschläge erlitten

Ranghohe Führungskräfte, Experten für den Bau von Sprengsätzen und für Propaganda zuständige Mitglieder wurden Ziel von US-Drohnenangriffen und Einsätzen von Spezialkommandos. Beobachtern zufolge ist der Al-Kaida-Ableger AQAP aber weiterhin äußerst fähig und entschlossen, westliche Ziele anzugreifen. Zuletzt hatte AQAP sich zu dem tödlichen Angriff auf einen US-Militärstützpunkt in Florida im Dezember bekannt. Dabei hatte ein Schütze drei Menschen getötet und acht weitere verletzt. Im Jemen versucht die Gruppe, verdeckt zu bleiben und sich unter die örtliche Bevölkerung zu mischen.

USA töten Al-Kaida-Anführer Kassim Al-Rimi bei Drohnenangriff im Jemen

Erstmeldung vom 7. Februar um 6.01 Uhr:

Washington - Die USA haben bei einerOperation im Jemen den Anführer des dortigen Ablegers des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida getötet. Der Angriff sei auf Befehl von US-Präsident Donald Trump erfolgt, erklärte das Weiße Haus am Donnerstag (Ortszeit). Kassim Al-Rimi stand seit Juni 2015 an der Spitze der Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Al-Qaeda in the Arabian Peninsula/AQAP). Auch sein Vorgänger wurde bei einem US-Drohnenangriff im Jemen getötet. Wann genau Al-Rimi getötet wurde, teilte die Regierungszentrale in Washington nicht mit. Die Tötung Al-Rimis gab das Weiße Haus in der Nacht zum Freitag (MEZ) unter anderem via Twitter bekannt.

Schlag gegen Al-Kaida: Auf Al-Rimi waren 10 Millionen Dollar Belohnung ausgesetzt

Al-Rimi war zuvor Militärchef der Terrorgruppe, die als mächtigster Ableger des Al-Kaida-Netzwerkes* gilt. Auf den Terroristen war eine Belohnung in Höhe von bis zu zehn Millionen US-Dollar ausgesetzt. Die US-Behörden bringen ihn mit zahlreichen Anschlägen in Verbindung. Darunter der Angriff auf die US-Botschaft im Jemen 2008.

Al-Rimi habe in Afghanistan für Osama bin Laden gearbeitet, erklärte das Weiße Haus. Unter Al-Rimi habe AQAP „skrupellose Gewalt“ an Zivilisten im Jemen verübt und versucht, zahlreiche Angriffe gegen die Vereinigten Staaten und ihre Streitkräfte durchzuführen. Durch seinen Tod sei man der Beseitigung der Gefahren für die nationale Sicherheit durch Gruppierungen wie Al-Kaida nähergekommen, hieß es.

Schlag gegen Al-Kaida: Bereits Ende Januar gab es Gerüchte, Al-Rimi sei getötet worden

Die New York Times hatte bereits Ende Januar berichtet, dass Al-Rimi bei einem Luftangriff getötet worden sein könnte. Trump* hatte Berichte darüber auf Twitter weiterverbreitet, eine Bestätigung stand allerdings aus.

Den Angriff dürfte Trump nutzen, um seine Entschlossenheit im Kampf gegen den Terrorismus zu unterstreichen. Im Oktober hatten Spezialkräfte des US-Militärs den Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nordwesten Syriens aufgespürt. Auch rühmt Trump sich immer wieder mit dem US-Luftangriff auf den iranischen Top-GeneralGhassem Soleimani*. Nach dessen Tod im Januar waren die Spannungen im Nahen Osten gefährlich eskaliert*.

Im Jemen fliegen die US-Streitkräfte seit Jahren Drohnenangriffe auf Al-Kaida-Mitglieder. Auch die US-Geheimdienste setzen Drohnen ein, bestätigen deren Einsätze aber in der Regel nicht. Die Terrororganisation profitiert von den chaotischen Zuständen in dem Bürgerkriegsland.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks 

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