Aigner: Fluglinien sollen bei Kundenstreits schlichten

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Ilse Aigner will, dass sich deutsche Fluglinien mehr in Schlichtungsverfahren engagieren

Berlin - Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will deutsche Fluglinien ähnlich wie bei der Deutschen Bahn in die Schlichtung bei Streitfällen nach Reisen einbinden.

“Mit der Deutschen Bahn macht die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr bereits gute Erfahrungen. Wir möchten, dass sich im nächsten Schritt auch die Fluggesellschaften an der Schlichtungsstelle beteiligen, denn es gibt hier durchaus Bedarf“, teilte Aigner am Freitag in Berlin mit.

Schlichten billiger als Klagen

Sie strebt eine europäische Lösung an und hatte sich hierzu mit EU-Justizkommissarin Viviane Reding getroffen. Die CSU-Politikerin appellierte an die europäischen Fluglinien, das Modell zu unterstützen. “Schlichtung ist kostengünstiger als ein Gerichtsverfahren und zudem mit einer höheren Kundenzufriedenheit und einem deutlichen Imagegewinn für das Unternehmen verbunden.“

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Bisher sind Airlines wie Lufthansa oder Air Berlin nicht in die Schlichtungsstelle eingebunden, die sich um Lösungen in Streitfällen bemüht - etwa wenn der Koffer verschwunden oder es zu Zugausfällen und Flug-Annullierungen gekommen ist. Die Schlichtungsstelle öffentlicher Personenverkehr ist Nachfolgerin der Schlichtungsstelle Mobilität, die noch das Verbraucherministerium finanziert hatte.

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