"Kriminelle Gewaltstraftäter"

Schalke-Fans randalieren - zwölf Polizisten verletzt

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[Update, 13 Uhr] GELSENKIRCHEN - Bei Ausschreitungen nach dem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Schalke 04 gegen Hertha BSC sind am Samstagabend in Gelsenkirchen zwölf Polizisten verletzt worden.

Wie die Polizei mitteilte, hatten Anhänger des Revierclubs am Samstagabend um 21.40 Uhr vor dem Hauptbahnhof randaliert und die Beamten mit Böllern und Flaschen beworfen. Als kurz darauf der Berliner Buskonvoi am Gelsenkirchener Bahnhof hielt, um Hertha-Fans zum wartenden Sonderzug zu transportieren, kam es zwischen den rivalisierenden Fan-Lagern zu einer wilden Prügelei.

Die Polizei, die mit einem starken Kräfteaufgebot vor Ort war, versuchte sofort die Randalierer voneinander zu trennen. Dabei wurden zwölf Beamte verletzt. Drei von ihnen mussten ihre Verletzungen im Krankenhaus ärztlich versorgen lassen. Zudem wurden nach Polizeiangaben Geschäfte, Lokale, der Bahnhof und Polizeiautos beschädigt.

Gemeinsam mit der Bundespolizei gelang es schließlich die beiden gewalttätigen Personengruppen voneinander zu trennen. Ein Randalierer wurde vorläufig festgenommen.

Der Sonderzug, der die Berliner Gästefans nach Hause bringen sollte, konnte erst mit knapp einstündiger Verspätung in Bewegung gesetzt werden. Zuvor hatte Schalke die Mannschaft aus Berlin in der Partie am Abend mit 2:0 bezwungen.

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski hat die Ausschreitungen nach dem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und Hertha BSC scharf verurteilt. "Es ist nicht hinnehmbar, dass Einsatzkräfte der Polizei, die zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie der friedlichen Fußballfans eingesetzt werden, brutal angegriffen werden", sagte der SPD-Politiker am Sonntag. "Wir haben es hier nicht mit Fußballfans zu tun, sondern mit kriminellen Gewaltstraftätern. Ich erwarte den unbedingten Willen von allen Beteiligten, gegen diese Straftäter vorzugehen."

Bei der Aufarbeitung des Geschehens würden Polizei, der Verein Schalke und die Stadt Gelsenkirchen an einem Strang ziehen, versprach Baranowski. "Soweit die beteiligten Fußballhooligans ermittelt werden können, muss alles getan werden, um diese Personen aus den Fußballstadien zu verbannen."

Lesen Sie hier den Bericht zum Spiel. - lnw/dpa

Quelle: wa.de

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