Was zur Umsetzung noch fehlt

Zwischen Soest und Iserlohn: Bundesweit erste Teststrecke für autonomes Fahren geplant

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Arnsberg - Zwischen Soest und Iserlohn soll die bundesweit erste Teststrecke für autonomes Fahren im ländlichen Raum entstehen. Die Stadtwerke Arnsberg und Menden planen ein entsprechendes Projekt.

Wie die beiden Geschäftsführer im Gespräch mit unserer Redaktion erklärten, könnte die Umsetzung 2019 oder 2020 erfolgen. 

Bernd Reichelt, Geschäftsführer der Stadtwerke Menden, und Karlheinz Weißer, Geschäftsführer der Stadtwerke Arnsberg, gehen von einem Investitionsvolumen in siebenstelliger Höhe aus. Die Teststrecke soll durch Arnsberg und Menden sowohl über Autobahnen (Richtung Soest), als auch über Bundes- und Landesstraßen (Richtung Iserlohn) führen und im Endausbau 60 bis 80 Kilometer lang sein. 

Noch keine konkrete Streckenführung

Vorstellbar sei, das Projekt bereits mit einer kürzeren Etappe zu beginnen. Seriös sei zum jetzigen Zeitpunkt eine konkrete Streckenführung noch nicht zu nennen. Man werde verschiedene Möglichkeiten prüfen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung signalisierte am Montag im Rahmen der Veranstaltung „Arnsberger Zukunftskonferenz“ ihre Unterstützung. 

Vor circa zwei Wochen hatten die Stadtwerke Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) das Projekt in Düsseldorf vorgestellt. „Jetzt geht es darum, weitere Partner zu finden“, so Reichelt. Dabei könnten die südwestfälischen Automobilzulieferer Hella und Kostel eine Rolle spielen. In Südwestfalen gebe es rund 43.000 Arbeitsplätze in der Branche der Automobilzulieferer, insofern sei die Teststrecke, so Weißer, hier genau richtig – zumal Südwestfalen Modellregion für Digitalisierung sei.

Was noch bewerkstelligt werden muss

Derzeit befindet sich das Projekt in der Planungsphase. Neben der Partnersuche geht es dabei um die Akquise von Fördermitteln, das Schaffen politischer Rahmenbedingungen und die Auslotung von Umsetzungsmöglichkeiten in Gesprächen mit betroffenen Behörden wie zum Beispiel dem Landesbetrieb Straßen.NRW.

Was besonders an der Teststrecke ist

Ein besonderes Merkmal der Teststrecke soll die unterschiedliche Trassenführung werden. „Andere Teststrecken wie in Baden-Württemberg oder Niedersachsen führen nur über Autobahnen immer geradeaus“, hebt Reichelt das Besondere hervor. Zudem sei die Lage spannend. 

„Reicht die Verbindung mit dem Netz überall? Wir wollen mit dem Projekt auch eine Diskussion über die Digitalisierung in Gang bringen“, so Reichelt.

Autonomes Fahren

Die NRW-Landesregierung will laut Koalitionsvertrag „den Sprung zur Mobilität 4.0“ schaffen. Sie will die rechtlichen Voraussetzungen für die Erprobung und Weiterentwicklung des autonomen Fahrens auf allen Verkehrsträgern schaffen. Damit autonome Fahrzeuge im öffentlichen Raum rechtssicher getestet und eingesetzt werden können, werde man Experimentierklauseln beziehungsweise Ausnahmeregelungen schaffen. Bis 2022 seien die rechtlichen Voraussetzungen für vollautonome Fahrzeuge auf geeigneten Infrastrukturen das Ziel.

Quelle: wa.de

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