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Zwergplumplori bekommt Namen: Primatin soll im Dortmunder Zoo für Nachwuchs sorgen

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Zwergplumploris stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten der 
Weltnaturschutzunion International Union for Conservation of Nature (IUCN).
Zwergplumploris stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion International Union for Conservation of Nature (IUCN). © Zoo Dortmund/Marcel Stawinoga

Das neue Zwergplumplori-Weibchen im Dortmunder Zoo hat einen neuen Namen. Die zwei Jahre alte Primatin kam Ende 2021 ohne Namen ins Ruhrgebiet.

Dortmund - Gegen Ende des letzten Jahres traf ein Zwergplumplori-Weibchen aus dem Zoo Antwerpen (Belgien) im Zoo Dortmund in Nordrhein-Westfalen ein. Die zweijährige Primatin kam ohne Namen.

ArtZwergplumploris
LebensraumBaum- und Buschbewohner tropischer Wälder in Südostasien
Höchstalterbis zu 17 Jahre in freier Wildbahn
Größe18 bsi 21 Zentimeter (Länge)

Zwergplumplori bekommt Namen: Primatin soll im Dortmunder Zoo für Nachwuchs sorgen

Für die Namensgebung führte der Zoo gemeinsam mit dem dort ansässigen Plumploris-Verein über Facebook eine Namensaktion durch, bei der die Freunde von Zoo und Verein Namen vorschlagen und schließlich über den finalen Namen abstimmen konnten. Über 1.400 Vorschläge gab es, teilt der Zoo Dortmund in einer Erklärung mit. Am Ende setzte sich der Name Marlene durch, der zuvor mehrfach vorgeschlagen wurde. Die Namensgeberin ist eine elfjährige Dortmunderin, die zu Halloween Spenden für den Schutz der bedrohten Plumploris gesammelt hatte.

Die elfjährige Marlene hatte 50 Euro für den Schutz von Plumploris gesammelt und diese Spende am Patenschaftstag im Zoo an dem Plumploris-Verein übergeben. Dafür war Marlene, die auch Patin der Zwergplumploris Helene und Flori im Zoo Dortmund ist, zu Halloween um die Häuser gezogen und bat dabei aber nicht wie üblich um Süßigkeiten, sondern um Spenden für den Schutz von Plumploris. „Spende für die Plumploris, rettet sie vorm Aussterben“, hatte Marlene auf ihr Plakat geschrieben.

Zwergplumplori bekommt Namen: Art wird illegal gefangen und verliert immer mehr Lebensraum

Plumploris sind vor allem durch illegales Fangen für den Heimtiermarkt, aber auch durch Lebensraumzerstörung bedroht. Der Dortmunder Plumploris-Verein nimmt in seinen Projekten in Bangladesch und auf Sumatra in Indonesien beschlagnahmte und verwaiste Plumploris auf und bereitet sie anschließend, wenn möglich, auf ein erneutes eigenständiges Leben in der Wildnis vor.

In Bangladesch baut der Verein auch Brücken, mit denen Plumploris und andere baumbewohnende Tiere sicher Straßen überqueren können. Auch der Dortmunder Zwergplumplori Flori wurde aus Südostasien nach Deutschland geschmuggelt, schließlich beschlagnahmt und über den Plumploris-Verein an den Zoo Dortmund vermittelt. Mit ihm soll Plumplori Marlene nun in die Familienplanung einsteigen. Denn Flori und Helene, seine bisherige Mitbewohnerin im Zoo, führen eher eine platonische Beziehung und sind seit ihrer Zusammenführung vor drei Jahren noch nicht in die Familienplanung eingestiegen. Mit 13 Jahren ist Helene für einen Zwergplumplori, die in Zoos schon über 25 Jahre alt geworden sind, zwar in einem guten Alter, aber voraussichtlich nicht mehr lange in der Lage, Nachwuchs zu bekommen.

Zwergplumplori bekommt Namen: IUCN stuft Art als „stark gefährdet“ ein

In den letzten Jahren wurden zu wenige Zwergplumploris in den europäischen Zoos geboren, um langfristig eine immer wichtiger werdende gesunde Population erhalten zu können, Erst 2020 wurde der Zwergplumplori auf der Roten Liste gefährdeter Arten der
Weltnaturschutzunion International Union for Conservation of Nature (IUCN) von „gefährdet“ (VU) auf „stark gefährdet“ (EN) hochgestuft und ist damit nur noch zwei Stufen von „in der Natur ausgestorben“ (EW) entfernt.

Da kommt eine Schildkröte auf dem Rolbrett daher: Im Zoo in Gelsenkirchen hatte eine tierische Reha-Maßnahme Erfolg.

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