Zwei weitere Hersteller aus NRW von Futter-Skandal betroffen

DÜSSELDORF ▪ Zwei weitere nordrhein-westfälische Futtermittelhersteller haben verseuchten Mais aus Serbien erhalten, verarbeitet und in Mischfutter an Höfe geliefert. Das berichtete das NRW-Landwirtschaftsministerium am Freitag in Düsseldorf.

Der mit Schimmelpilzen belastete Mais war über Händler in den Niederlanden an die Betriebe im Münsterland gelangt.

Ein Mischfutterhersteller aus Ostbevern habe 84 Tonnen Mais erhalten und zu 2800 Tonnen Mischfutter für Geflügel weiterverarbeitet. Ein Betrieb in Vreden habe 30 Tonnen Mais bekommen und rund 13 Tonnen Futter hergestellt. Vor allem Legehennen, Mastschweine, Schafe und Lämmer von Höfen in Nordrhein-Westfalen hätten das Futter zu fressen bekommen, sagte der Sprecher des NRW-Ministeriums. „Voraussichtlich ist auch ein Milchviehbetrieb betroffen.“ Dieser habe aber nur so wenig Futter an seine Kühe gegeben, dass keine Belastung der Milch zu erwarten sei. An wie viele Höfe insgesamt Futter gegangen ist, konnte der Sprecher nicht sagen.

Die beiden Hersteller aus dem Münsterland hatten sich selbst angezeigt, nachdem sie von der Belastung erfahren hatten. Der Mais für die Betriebe stammte von demselben Schiff, von dem aus auch belastetes Futter zu einem Hersteller nach Rees am Niederrhein gekommen war. In Rohmilch von einem Hof im Sauerland war daraufhin doppelt so viel von dem Schimmelpilzgift Aflatoxin wie zulässig nachgewiesen worden.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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