Lkw für vier Tage stillgelegt

Keine Weiterfahrt: Manipuliertes Kontrollgerät kostet 21.000 Euro

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Verfolgungsjagd mit 1,5 Promille

Märkischer Kreis/Bielefeld -  Ein rumänischer Lkw Fahrer musste seit Donnerstag für vier Tage einen Zwangstopp einlegen, weil das digitale Kontrollgerät seines Lkw manipuliert war. Nun steht die Strafe fest: 21.000 Euro soll der verantwortliche Unternehmer als Geldbuße bezahlen.

Polizeihauptkommissar Jens Bögeholz erklärt die Entscheidung: "Mit Blick auf die Verkehrssicherheit haben wir die hohe Summe der Geldbuße gemeinsam mit dem Bundesamt für Güterverkehr erhoben. Wir denken, dass sie auf Nachahmer eine abschreckende Wirkung haben könnte."

Der rumänische Sattelzug war den Autobahnpolizisten am Donnerstagnachmittag auf der A2 in Richtung Dortmund aufgefallen. Die Beamten hatten schnell den Verdacht, dass das digitale Kontrollerät umfangreich manipuliert sein könnte. Um Gewissheit zu bekommen, lotsten die Polizisten den Lkw zu einer Fachwerkstatt in Bad Salzuflen.

Hier fanden die Mitarbeiter einen Sensor, der die Fahrzeugtechnik und den Fahrtenschreiber beeinflusste. Mit einem Schalter konnte der Fahrer die Aufzeichnung in dem Kontrollgerät zu beeinflussen. Die Beamten stellten den Sensor sicher.

"Highend-Manipulation" mit Sensor

Es sei eine "Highend-Manipulation" gewesen, sagten die Autobahnpolizisten. Diese geschickte Manipulation brachte dem Unternehmer nun ein Bußgeld von 21.000 Euro ein. Hinzu kamen erhebliche Werkstattkosten für die Rückrüstung der Fahrzeugtechnik in den Normalzustand.

Weil der 50-jährige Fahrer mehrfach zu schnell gefahren war, musste er 350 Euro in Form einer Sicherheitsleistung bezahlen. Mit dem unbeladenen Sattelzug fuhr er bis zu 118 Stundenkilometer.

Nach vier Tagen Standzeit konnte der rumänische Sattelzug seine Fahrt fortsetzen. Erst am Montag hatte der Unternehmer die Strafe beglichen war und der Rückbau in der Werkstatt abgeschlossen war. 

Für die Zeit der Zwangspause hatten die Autobahnpolizisten dem Fahrer geholfen, ein Hotel im Kreis Herford, auf Kosten des Unternehmens, zu finden.

Quelle: wa.de

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