50 Grad in praller Sonne

Wüsten-Hitze überzieht ganz Nordrhein-Westfalen

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[UPDATE 18.20 Uhr] NRW - Eine kurze, aber heftige Hitzewelle aus Afrika rollt durch NRW. Auf dem Thermometer stehen über 30 Grad. Hohe Ozonwerte machen Sensiblen zu schaffen. Tropische Nächte rauben den Schlaf. Schüler wollen nur eins: Hitzefrei!

Heiße Luft aus der Sahara hat sich über ganz Nordrhein-Westfalen ausgebreitet. Am Dienstag lagen die Temperaturen sogar auf dem Kahlen Asten bei 26 Grad. Da die heiße Luft bis in Höhen von 800 bis 1000 Meter reiche, gebe es in NRW keine Hitzeausnahmen, teilte der Deutsche Wetterdienst in Essen mit.

Im Rheinland erreichten die Temperaturen zwischen 32 und 33 Grad im Schatten, Duisburg schwitzte sogar bei 33,8 Grad. Am ehesten verschont von der Hitze blieb Ostwestfalen mit 29 bis 30 Grad. Am Mittwoch soll es sogar noch heißer werden - und in den Nächten bei Werten über 20 Grad tropisch warm bleiben.

Wer sich vor der Hitze nicht im Schatten verstecken konnte, erlebte schon den Dienstag besonders heiß. In der prallen Sonne schätzte der Wetterdienst die Temperatur auf rund 50 Grad.

Die Ozonwerte kletterten an vielen Stationen auf Werte deutlich über 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In Köln-Chorweiler und Solingen lagen die 16-Uhr-Werte bei mehr als 160 Mikrogramm. In Krefeld wurden sogar 172 Mikrogramm gemessen - dicht an der ersten Warnschwelle bei 180 Mikrogramm. Autofahrer sollten dann den Wagen stehen lassen und empfindliche Menschen große Anstrengungen vermeiden.

Schulleiter konnten ihren Schülern Hitzefrei geben. Die Staatskanzlei twitterte am Dienstagmorgen einen Link auf die Seite des Schulministeriums. Dort hieß es: "Bei großer Wärme in den Schulräumen entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter, ob Hitzefrei gegeben wird. Anhaltspunkt ist eine Raumtemperatur von mehr als 27° C. Bei weniger als 25° C ist Hitzefrei nicht zulässig. In der Sekundarstufe II gibt es kein Hitzefrei."

Auch am Mittwoch bleibt Hitzefrei ein Thema: Die Temperaturen sollen auf bis zu 36 Grad steigen. "Das wird der Höhepunkt der Hitzewelle", sagte Meteorologe Wolfgang Reiff. In der Nacht zum Donnerstag könnte dann unwetterartig Regen vom Himmel prasseln. Am Donnerstag soll auch die Hitze abebben. Freitag sei es bei 20 bis 25 Grad wieder normal. - lnw

Quelle: wa.de

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