Zweiter Brand an Elsa-Brändström-Straße

Vermutlich Brandstiftung: Wohnmobile und Campingwagen brennen in der Nacht

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[Update 15.28] Hoher Sachschaden ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bei einer Brandstiftung in Lüdenscheid entstanden. Hier steckten Unbekannte nach Polizeiangaben acht Wohnmobile und Campingwagen an - offenbar Brandstiftung.

  • Wohnmobile und Campingwagen sind in Lüdenscheid angezündet worden.
  • Anwohner entdeckten die Flammen und alarmierten die Feuerwehr.
  • Sachbrandverständiger wurde beauftragt

Lüdenscheid - Wie die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Donnerstagmorgen mitteilte, sei das Feuer auf einem abgesperrten Gelände im Bereich Ahelle an der Volmestraße (B54) gegen 1.25 Uhr entdeckt worden.

Ein Brandsachverständiger wurde mit der Suche nach der Ursache des Feuers beauftragt.

Zunächst war von einem „einfachen“ Pkw-Brand die Rede, sodass lediglich die Männer von der Wache am Dukatenweg ausrückten. Doch schnell wurde klar, dass sie Verstärkung brauchen, weil mehrere Fahrzeuge brannten.

Während die Löschtrupps mit Wasser versuchten, ein weiteres Ausbreiten des Brandes zu verhindern, erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe. Der Löschzug Brügge und der Gerätewagen Logistik des Löschzuges Stadtmitte machten sich auf den Weg. 

"Enorme Hitzeentwicklung"

Wie Feuerwehr-Sprecher Frank Lange erklärt, war der Einsatz auch deshalb heikel, weil in den Campinganhängern und Wohnmobilen mit ihren Aufbauten aus Kunststoff und Sperrholz auch Gasflaschen lagerten – was insgesamt eine „enorme Hitzeentwicklung“ bewirkte. Auf dem Gelände hatten Camper rund 20 Fahrzeuge abgestellt, so Frank Lange.

Schon während der Löscharbeiten trafen Beamte der Kriminalwache der Lüdenscheider Polizei am Brandort ein. Sie entdeckten nach Darstellung von Polizeisprecher Dietmar Boronowski mindestens zwei Brandherde.

Das deckt sich mit der Schilderung der Feuerwehr, nach der zunächst „mindestens zwei weiter entfernt voneinander stehende Campmobile“ in Flammen standen. Über die Höhe des Schadens gibt es noch keine Erkenntnisse. Dietmar Boronowski: „Wir gehen von einem sechsstelligen Betrag aus.

Auch LN-Leser Martin Schütze hatte sein Wohnmobil auf dem Gelände an der Ahelle abgestellt. „30 Minuten später, und mein Traum wäre in Flammen aufgegangen.“ Doch sein Fahrzeug überstand den Brand unbeschadet. „Ich möchte mich an dieser Stelle bei all den Wehrmännern bedanken, die uns 365 Tage im Jahr 24 Stunden am Tag Hilfe leisten. Ich ziehe hiermit meinen Hut vor euch. Und das sollten alle tun!“

Weiterer Brand an Elsa-Brändström-Straße

Für die Feuerwehr war der Stress nach diesem Einsatz noch nicht beendet. „Fast parallel“, wie Frank Lange sagt, brannte an der Elsa-Brändström-Straße hinter einer Garage ein Holzunterstand, in dem unter anderem Kaminholz lagerte. Der Alarm kam um 3.30 Uhr, die Löschzüge Stadtmitte, Brüninghausen und Oberrahmede bekämpften das Feuer rund drei Stunden lang mit 30 Einsatzkräften. Auch hier ist die Brandursache noch ungeklärt.

Die Polizei ermittelt laut Boronowski „in alle Richtungen“. In beiden Brandfällen bittet die Polizei um Zeugenhinweise. Angaben über die möglichen Brandursachen oder Verdächtige sind unter Tel. 0 23 51 / 90 99 0 erbeten.

Lesen Sie die ursprüngliche Berichterstattung:

Sofort wurde ein Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. 

Die war zunächst lediglich wegen eines einzelnen Wohnwagens alarmiert worden. Bereits während der Anfahrt gingen jedoch weitere Notrufe ein, die ein Übergreifen der Flammen auf weitere Camper meldeten. 

So wurde gleich auf "Feuer 1" hochalarmiert, der Löschzug Brügge zur Unterstützung angefordert. Später kam noch ein weiteres Fahrzeug des Löschzuges Stadtmitte hinzu, nämlich der Gerätewagen "Logistik".

Wohnwagen brennen in Lüdenscheid: Feuer schnell im Griff

Die insgesamt 25 Feuerwehrleute hatten den schon recht großen Brand zügig im Griff, bereits nach etwa eineinhalb Stunden war das Ende des Einsatzes nahe. 

In der Zwischenzeit waren dann auch die Beamten der Kriminalwache eingetroffen.

"Die unbekannten Täter steckten insgesamt acht Fahrzeuge an. Eine Bezifferung des Sachschadens ist bislang noch nicht möglich", so die Polizei. Dabei handelte es sich um sechs Wohnwagen und zwei Wohnmobile.

Feuer in Lüdenscheid: Schadenhöhe noch unklar

Wer allerdings weiß, was Wohnwagen oder Wohnmobile kosten, der ahnt schnell, dass der Schaden im hohen sechsstelligen, wenn nicht gar im siebenstelligen Bereich liegen wird... Bei einem Großteil der verbrannten Fahrzeuge ließ sich noch nicht erkennen, um welche Modelle es sich handelte oder wie alt sie sein könnten.

Die Ermittlungen wegen Brandstiftung seien aufgenommen worden. 

Die Polizei in Lüdenscheid fragt jetzt: Wer hat in der Nacht auf Donnerstag verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge im Bereich Ahelle wahrgenommen?

Hinweise werden erbeten unter der Telefonnummer 02351/90990.

Eine Woche später droht den Besitzern der ausgebrannten Wohnmobile in Lüdenscheid-Ahelle die nächste Hiobsbotschaft. 

Quelle: wa.de

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Kommentare

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Kommentare

Andreas SchmidtAntwort
(0)(0)

So einfach zu den Akten sollten diese Fälle bei diesem Schaden und mutmasslicher Gefährdung von Menschenleben jedenfalls nicht gelegt werden und das war mein Wunsch, den ich hier zum Ausdruck bringen wollte.
Vielleicht setzt noch eine Versicherung oder ein Eigentümer eine Belohnung aus.

Sauerländer1978Antwort
(1)(1)

Mensch Herr Schmid, gut das Sie der Allgemeinheit als Universalexperte stets mit Rat und Tat selbstlos zur Seite stehen, auf so einen pfiffigen Ermittlungsansatz muss man erstmal kommen.

Andreas Schmidt
(0)(1)

Falls das wirklich Brandstiftung durch die gleichen Täter war, sollte man schleunigst Überwachungskamera-Aufnahmen aus dem Bereich Ahelle/Brügge und Elsa-Brandström-Strasse und insbesondere in den Bahnhöfen Brügge, Lüdenscheid sowie von Bussen und Bahnen zwischen Ahelle/Brügge und der Innenstadt in diesem Zeitraum sichten und sichern.