Fahndung nach Täter läuft

Maskierter Mann droht an Grundschule mit Messer: Großeinsatz der Polizei beendet - Ermittlungen laufen

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Die Polizei ist in Winterberg-Niedersfeld im Großeinsatz.

Winterberg - Die Polizei war am Mittwochmorgen an der Grundschule in Winterberg-Niedersfeld im Großeinsatz. Ein maskierter Mann soll dort eine Frau mit einem Messer bedroht haben. Mittlerweile gibt es neue Erkenntnisse.

Zunächst hatte die Polizei via Twitter vermeldet, dass die maskierte Person gegen 7.30 Uhr im Bereich der Schule gesehen worden sei. Später konkretisierte die Behörde: "Ein maskierter Mann sprach auf dem Schulparkplatz eine Schulmitarbeiterin an. Er legte seinen Arm auf ihre Schultern, hielt ein Messer in der Hand und sagte sinngemäß: 'Mal sehen was heute passiert!'" 

Die Frau habe den Mann daraufhin zur Seite gestoßen, sodass dieser gestürzt sei, und sei in die Schule geflüchtet. Der Täter habe daraufhin die Flucht in unbekannte Richtung ergriffen. Die Polizei rückte im Anschluss nach eigenen Angaben "mit vielen Kräften" nach Niedersfeld aus, auch Unterstützungskräfte von außerhalb seien angefordert worden.

Großräumige Fahndung wurde eingestellt

Der unbekannte Täter wird folgendermaßen beschrieben: männlich und etwa 1,75 Meter groß, vermutlich Deutscher. Er hat eine "normale Statur" und war mit einer blauen Jeans, schwarzen Turnschuhen mit weißem Nike-Logo und einem schwarzen Pullover bekleidet. Über den Kopf hatte er sich eine Strumpfmaske gezogen. Bei dem Messer handelte es sich laut Polizei vermutlich um ein Küchenmesser. 

Die Ermittler fahndeten großräumig nach dem Mann - allerdings ohne Erfolg, die Fahndungsmaßnahmen wurden mittlerweile eingestellt. "Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an", heißt es. Hinweise aus der Bevölkerung sollen demnach an die Polizei in Brilon unter 02961/90 200 gerichtet werden.

Verdacht gegen festgenommenen Mann nicht bestätigt

Zwischenzeitlich hatte die Polizei sogar einen Mann festgenommen, auf den die Beschreibung "in etwa" passte. Eine Gegenüberstellung entlastete den Mann jedoch: "Der Anfangsverdacht hat sich nicht bestätigt", hieß es auf dem Twitter-Kanal der Polizei.

Die Polizei betonte: "Bitte keine Spekulationen." Die Ermittlungen gehen demnach in alle Richtungen. Einen direkten Bezug der Tat zur Schule - außer dass der Vorfall sich auf dem Schulhof ereignet hat - gebe es nach derzeitigen Erkenntnissen nicht. Die Polizei kann laut Sprecher Holger Glaremin weder ein Raubdelikt noch einen persönlichen Hintergrund für die Tat ausschließen.

Kinder haben Schule verlassen

Die Kinder befanden sich zunächst noch in der Schule, konnten aber in Absprache von Polizei und Schulleitung von ihren Eltern abgeholt werden. "Die Kids der auswärtigen Dörfer werden, nach Rücksprache mit den Eltern, durch den Bus um 9.45 Uhr nach Hause gebracht. Alle anderen Kinder werden bis zum Unterrichtsende in der Schule betreut", hieß es zunächst. Gegen 10.30 Uhr teilte die Polizei dann mit: Alle Kinder haben die Schule sicher verlassen. Niemand ist laut Angaben der Polizei verletzt.

"Die Schule hat sehr gut reagiert und gut mit uns zusammengearbeitet. Für die Kinder bestand keine Gefahr", erklärte Holger Glaremin im Gespräch mit der Redaktion.

Wir berichten weiter.

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Quelle: wa.de

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