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Wird der Winter 2022/2023 in NRW eiskalt oder zu warm? Es gibt eine Tendenz

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Von: Hannah Decke

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Wie wird der Winter 2022/2023 in NRW? Wird es zu warm? Oder eisig kalt mit Schnee? Erste Prognosen zeichnen sich ab. Wie sicher sind die Vorhersagen?

Hamm - Ein sehr trockener Sommer mit vielen Hitzewellen liegt hinter uns. Im September konnte sich die Natur in Nordrhein-Westfalen wieder erholen, der lang ersehnte Regen setzte ein - und das nicht zu knapp. Jetzt richten viele Menschen den Blick auf den Winter, vor allem wegen der aktuellen Energiekrise mit horrenden Preisen für Strom und Gas. Wird der Winter 2022/2023 eiskalt oder müssen die Wohnungen und Häuser gar nicht so stark geheizt werden?

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Winter 2022/2023 in NRW: Eiskalt oder lauwarm? Das sagen die Prognosen

Schon seit Wochen kursieren Vorhersagen zu Temperaturen und Schnee im kommenden Winter in den Medien. Wie sicher sind die sogenannten Langfristprognosen zum Wetter mehrere Monate vor Winterbeginn?

Es gibt Wettermodelle, die die Witterung über Monate voraussagen. Wie Johannes Graf von wetter.net erklärt, gibt es schon jetzt Berechnungen des amerikanischen CFSv2 Modells und des europäischen Wettermodells ECMWF. In den Monatsprognosen geht es um Temperaturabweichungen und Niederschlagsverhalten. „Dabei bezieht sich das CFSv2 Modell auf einen Referenzzeitraum von 1991 bis 2020. Das ECMWF bezieht sich auf das langjährige Mittel von 1993 bis 2016“, so Graf.

Prognosen für den Winter 2022/2023: Insgesamt zu warm

Das CFSv2 Modell berechnet laut wetter.net für den Dezember 2022 eine mittlere Temperaturabweichung von +0,5 bis zu +2 Grad für Deutschland. Übersetzt bedeutet das: Der letzte Monat im Jahr würde zu warm ausfallen. Anders sagen es die Europäer voraus. Das ECMWF berechnet eine durchschnittliche Abweichung von -0,5 bis 0,5 Grad für Deutschland.

Auch beim Monat Januar unterscheiden sich die Wettermodelle in ihrer Prognose. Zwar berechnen beide eine positive Abweichung, bei den Amerikanern fällt diese allerdings deutlich größer aus. Laut CFSv2 Modell wird die Lufttemperatur 1 bis 2 Grad abweichen. Das Wettermodell ECMWF berechnet eine Abweichung von 0,5 bis 1 Grad.

„Beim Niederschlag sind sich die Modelle CFSv2 und ECMWF größtenteils einig“, erklärt Johannes Graf. Für den Dezember und Januar würden beide Vorhersagemodelle einen durchschnittlichen Monat sehen, was das Niederschlagsverhalten betrifft. „Alles in allem wird ein zu warmer und in Sachen Niederschlag durchschnittlicher Winter 2022/2023 berechnet“, fasst der Experte von wetter.net zusammen.

Winter 2022/2023: Meteorologen warnen vor Langfristprognosen

Jetzt kommt das große aber: Langfristprognosen sollten nicht für bare Münze genommen werden, so Graf. Ein Trend sei zwar erkennbar, „dennoch lagen die Langfristprognosen in Vergangenheit öfters daneben, wodurch das nur ein Trend und keine exakte Vorhersage ist.“

Langfristprognose

Wie wetter.de erklärt, handelt es sich bei Langfristprognosen um Wettervorhersagen, die über zehn Tage hinausgehen. Sie geben anhand von verschiedenen Wettermodellen einen groben Überblick, welche Wetterlage in den kommenden Wochen und Monaten zu erwarten ist. Bei Langfristprognosen muss immer mit Ungenauigkeiten gerechnet werden, „da Wetter und Witterung dynamische Systeme sind“, so die Experten.

Ist also in Berichten die Rede von Winterprognosen, sind diese mit äußerster Vorsicht zu genießen. Ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst bestätigt dies. „Seriöser sind eher mittelfristige Prognosen, wobei es schon bei dieser Zeitspanne von Tag zu Tag undurchsichtiger wird, welches Wetter denn nun eintritt“, erklärt der Wetter-Experte bei RUHR24.de.

Ende September gab es vom Deutschen Wetterdienst die erste Frostwarnung für NRW.

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