Erschreckende Jahresbilanz 2018

So will Dortmund illegale Autorennen stoppen - Video zeigt Wall-Raser

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Symbolbild

Dortmund - Dortmund will die Raserszene stoppen. Und kündigt dafür eine Reihe von Maßnahmen an. Wie ein illegales Autorennen mit Tempo 120 auf dem Innenstadt-Wall aussieht, zeigt das Video von Zivilpolizisten (im Artikel verlinkt).

Die Dortmunder Raser-Bilanz für das Jahr 2018 ist erschreckend: Knapp 100 Rennen wurden registriert; 13 von ihnen endeten mit einem Unfall. 18 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Eine junge Frau sitzt seit Mai im Rollstuhl - querschnittsgelähmt. 60 Führerscheine wurden eingezogen, 44 Fahrzeuge sichergestellt. Das teilten Stadt, Staatsanwaltschaft und Polizei Dortmund mit.

Doch das ist nur ein Ausschnitt der Dortmunder Raser-Realität. Zu der gehören auch 1000 unzulässig getunte Autos und knapp 2400 Tempoverstöße. Und das sind nur die offiziellen Zahlen. Die Dunkelziffer dürfte - wie immer in diesem Bereich - deutlich höher sein.

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Wie ein illegales Autorennen auf dem Wall aussieht, hat die Polizei Dortmund jetzt auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht. Es zeigt eine Szene aus dem Jahr 2018. Zivile Polizeibeamte versuchen, im Verlauf des Geschehens mit 120 km/h den Fahrzeugen zu folgen.

So will Dortmund illegale Autorennen eindämmen:

  • Seit Anfang des Jahres gibt es eine stationäre Radarfalle am Ostwall. Innerhalb einer Woche blitzte es 800 Mal. Zwei weitere Messanlagen am Wall sollen in Kürze den Betrieb aufnehmen. 
  • Jeden Freitag und Samstag soll es ab 20 Uhr in den Bereichen Ostwall/Schwanenwall, Phoenix-West und Im Spähenfelde Kontrollen der Raser- und Tunigszene geben. Tempo wird mobil überwacht.

Bei der rechtlichen Verfolgung hilft der seit 2017 existierende Paragraf 315d des Strafgesetzbuchs ("Verbotene Kraftfahrzeugrennen"). Er stellt Rennen unter Strafe, auch wenn keine konkrete Gefahr vorhanden ist. Die Gerichte können höheren Geldstrafen und sogar Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren aussprechen.

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Quelle: wa.de

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