NRW will mehr Tierschutz in Schweinehaltung

DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalen verlangt einen besseren Tierschutz in der Schweinehaltung. In den großen Mastanlagen gehörten tierschutzwidrige Zustände zur Realität, kritisierte Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Grüne) am Donnerstag in Düsseldorf.

"Die Tiere haben zu wenig Platz, sie werden zu energiereich gefüttert und sie benötigen mehr Beschäftigungsmaterial." Die schwarz-gelbe Bundesregierung müsse Haltungsverordnungen im Tierschutzgesetz ändern.

Über eine Bundesratsinitiative, die NRW an diesem Freitag starten will, soll unter anderem 30 Prozent mehr Platz in den Ställen durchgesetzt werden. Die Mindestsäugezeit will die rot-grüne Landesregierung von den derzeit üblichen 21 Tagen auf 28 Tage heraufsetzen. Eine mutterlose Aufzucht von Ferkeln soll generell verboten werden.

Zu dem Vorstoß gehört auch, dass künftig Stroh oder Heu als Beschäftigungsmaterial bereitgestellt wird. Kommt es mehrfach zu Totgeburten oder Todesfällen während der Aufzucht, soll zwingend ein Tierarzt hinzugezogen werden. Die leistungsmäßige Überforderung von landwirtschaftlichen Nutztieren ist Remmel zufolge ein weit verbreitetes Problem, dem man dringend gegensteuern müsse. - lnw

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare