NRW will Lehren aus dem Winterchaos ziehen

DÜSSELDORF ▪ Der nächste Winter kommt bestimmt – aber möglichst ohne Chaos auf Straßen, Schienen und Flughäfen. Mit einem Elf-Punkte-Plan wollen Verkehrsfachleute aller Sparten unter Federführung des Landesverkehrsministeriums Eis und Schnee im Herbst die rote Karte zeigen. „Wir müssen dafür sorgen, dass der Verkehr in NRW auch bei winterlichen Bedingungen funktioniert“, sagte Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger (SPD) gestern bei Vorstellung des Katalogs. Hier die wichtigsten Anregungen, die damit aber nicht zwangsläufig auch schon beschlossen sind:

Straßenverkehr:

Streusalz: Der Bund soll als Antwort auf Lieferschwierigkeiten der vergangenen Wochen eine Streusalzreserve einrichten, die bundesweit auf mehrere Lagerstandorte verteilt werden soll.

Räumdienste: Ausgewählte Räumfahrzeuge sollen mit Blaulicht und Martinshorn ausgerüstet werden, die Fahrer entsprechend ausgebildet werden. Die Fahrzeuge erhalten damit Sonderrechte, mit denen das Freimachen von Fahr- und Räumgassen erzwungen sowie das Räumen entgegen der Fahrtrichtung bei Verkehrsstillstand erleichtert werden soll. Das ist bisher nur mit Polizeibegleitung möglich.

Fahrverbote: Lkw-Fahrverbote soll es auch künftig bei bestimmten Witterungslagen geben. Sie dürfen aber nur sehr ristriktiv angewendet werden. Auch sollen diese Verbote künftig von einer „integrierten Verkehrszentrale“ koordiniert und mehrsprachig mitgeteilt werden.

Schienenverkehr

Winterfahrplan: Unter dem Motto „zuverlässig vor schnell“ soll zur Winterzeit ein Witterungseinflüsse stärker berücksichtigender Fahrplan gefahren werden. Neue Fahrzeugtypen auf der Schiene sollen nicht ausgerechnet zum Winter zum Ersteinsatz gelangen.

Information: Die Fahrgäste sollen zuverlässiger über Probleme informiert werden, die entsprechenden Systeme sind zu optimieren.

Geld:Der Bund wird aufgefordert, mehr Geld für den gesamten Bahnsektor zur Verfügung zu stellen. Auf die 500 Millionen Euro Gewinnabführung der DB müsse verzichtet werden. ▪ Von Lutz Kämpfe

Quelle: wa.de

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