NRW will Hygiene-Sünder ins Internet stellen

DÜSSELDORF - Nach dem Scheitern einer bundesweiten Hygieneampel für Gaststätten will Nordrhein-Westfalen schwarze Schafe ins Internet stellen.

Von September an sollen auf einer Online-Plattform Betriebe aufgelistet werden, die wegen Hygieneverstößen ein Bußgeld von mindestens 350 Euro bezahlen mussten, kündigte NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) am Dienstag auf Anfrage an.

Die Verbraucherschutzminister der Länder hatten zuvor festgelegt, dass die Länder selbst über die Einführung der Hygieneampel zur Sauberkeit von Gaststätten entscheiden. Grundsätzlich halten die Minister aber an einer bundeseinheitlichen Regelung fest. Beim Besuch eines Restaurants könnten Gäste dann auf einer Farbskala von Grün, Gelb und Rot sehen, wie die letzte Hygiene-Untersuchung ausfiel.

NRW sieht für eine verpflichtende Einführung jedoch derzeit keine Rechtssicherheit. Die Bundesregierung müsse die Voraussetzungen dafür schaffen. "Dann stünde der Einführung einer verpflichtenden Hygieneampel auf Landesebene nichts im Wege", stellte Remmel fest. - lnw

Quelle: wa.de

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