Uni will Gesetzlücken rund ums Internet schließen helfen

MÜNSTER - Die Universität Münster will Gesetzeslücken rund um Internet und Computertechnik schließen helfen. Möglich soll das eine Juniorprofessur für IT-Recht machen.

Die RWTÜV-Stiftung fördert das Vorhaben sechs Jahre lang. Das teilte der Rheinisch-Westfälische Technische Überwachungsverein (RWTÜV) am Freitag in Essen mit. Nach seinen Angaben handelt es sich um die bundesweit erste derartige Juniorprofessur.

Eine Sprecherin sagte: "Wir wollen junge Wissenschaftler in Feldern fördern, wo noch viel Bedarf besteht. Und als TÜV sind wir auch zuständig für Sicherheit in der Informationstechnik." Rechtsfragen in der Informationstechnik seien bisher kaum erforscht.

So gebe es etwa bei langwierigen Software-Projekten zahlreiche juristische Fragen zu klären. Der Juniorprofessor solle auch Vorschläge erarbeiten, wie man Verträge im Software-Bereich gestalten könne, und den Bedarf an neuen Gesetzen prüfen.

"Anfangs weiß bei IT-Projekten wie der Einführung des deutschen Lkw-Mautsystems keiner, wohin die Reise geht", erklärte die TÜV- Sprecherin. "Und dann sagt auf einmal der Auftraggeber: Das ist vom Vertrag umfasst. Und die Software-Schmiede sagt: Nein, da brauchen wir mehr Geld". Da reiche das Bürgerliche Gesetzbuch nicht länger aus. Auf Grundlage der Arbeit des Juniorprofessors "könnte ein eigenes IT-Gesetzbuch entstehen". Der Juniorprofessor soll ab dem kommenden Wintersemester in Münster forschen.

Quelle: wa.de

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