Wieder Fluchtversuch in JVA Bochum: Häftling kratzt Mörtel aus Fugen

BOCHUM - Nach drei Ausbrüchen in diesem Jahr hat es in der Bochumer Justizvollzugsanstalt am Dienstag erneut einen Fluchtversuch gegeben. Am zweiten Arbeitstag des neuen JVA-Leiters Uwe Nelle-Cornelsen versuchte ein 31 Jahre alter Insasse auszubrechen.

Nach Angaben des JVA-Leiters hatte der Häftling versucht, mit einem Löffel sowie einem Stuhlbein den Mörtel aus den Fugen seiner Zellenwand zu kratzen.

Ein Sprecher des Justiziministeriums sprach am Mittwoch von einem „technisch untauglichen Versuch“. Es sei höchstens eine erste Vorbereitungshandlung gewesen, vielleicht sogar nur eine bloße Sachbeschädigung. „Der Gefangene hatte keine Möglichkeit, auf diesem Weg aus seiner Zelle zu flüchten“, sagte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) laut dem Sprecher. Nach den Ausbrüchen im Januar und im Februar hatte Kutschaty in der vergangenen Woche den früheren Anstaltsleiter Friedhelm von Meißner „aus Gründen der Sicherheit“ vom Dienst suspendiert.

Der 31-jährige Häftling sitzt seit 2008 wegen gemeinschaftlichen Raubes und gefährlicher Körperverletzung in der JVA. In drei Wochen wäre er entlassen worden. „So schräg kann man gar nicht denken“, sagte der neue Anstaltsleiter Nelle-Cornelsen. - dpa

Quelle: wa.de

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