Orkantief holt Luft

Tief "Xaver" bringt arktische Sturmböen nach NRW

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ESSEN - Das Orkantief "Xaver" wird auch nach Nordrhein-Westfalen arktische Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde bringen. Besonders im Münsterland, in Ostwestfalen und im Sauerland sind am Donnerstag und Freitag Böen bis zu Windstärke 11 zu erwarten.

Das sagte Wolfgang Reiff vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen am Mittwoch. Gegen Donnerstagmittag werde der Wind allmählich stärker, am stärksten wehe er vom Abend bis Mitternacht.

"Am Freitagmorgen haben wir das meiste hinter uns", so die Prognose des Meteorologen. Die gefährlichste Phase sei voraussichtlich am Donnerstag zwischen 17 und 23 Uhr. Dann könten auch Bäume umstürzen oder Dächer abgetragen werden, warnte Reiff. Autofahrern rät er, besonders bei Brücken und auf ebener Strecke Acht zu geben, von Waldspaziergängen rät der Fachmann ebenfalls ab.

Im Lemgo (Lippe) hat die Stadt die Beschicker des traditionellen Kläschenmarktes zu Vorkehrungen gegen den Sturm aufgefordert. Dort könne es bis zu 115 Stundenkilometern stürmen. Ruhiger gehe es in den südlicheren Landesteilen zu, so DWD-Experte Reiff. Für die Rhein-Ruhr-Region rechnet er mit Windstärken von 8 bis 9: "Das ist ein normaler Wintersturm", sagte er.

Weihnachtsmarkt beim Stadthaus in Münster bleibt geschlossen

Das städtische Ordnungsamt Münster empfiehlt den Betreibern der münsterschen Weihnachtsmärkte, laut einer Pressemitteilung der Stadt Münster, am Donnerstag vorsichtshalber ihre Stände geschlossen zu halten. Nach der aktuellen Prognose wird sich das Unwetter ab dem späten Vormittag aufbauen und bis zum Abend kontinuierlich verstärken.

"Sicherheit geht vor. Wir gehen kein Risiko ein", sagt Ordnungsamtleiter Martin Schulze-Werner. Die Stadt geht deshalb selbst mit sicherem Beispiel voran. "Das Ordnungsamt hofft, dass sich daran weitere Marktveranstalter orientieren", so Martin Schulze-Werner.

Die Unwetter sind Ausläufer des Orkantiefs "Xaver", dass sich Anfang der Woche vor Grönland gebildet hatte und nun nach Südskandinavien weiterzieht. Weil das Tief auch arktische Kaltluft enthalte, sei ab Donnerstagnacht mit Schneefall zu rechnen, sagte Reiff: "Zwar nicht in großen Mengen, aber auch etwas Flachland wird weiß gepudert." - lnw

Quelle: wa.de

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