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Temperaturen in NRW klettern ins satte Plus - wo liegt noch Schnee?

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Von: Lars Becker

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Wo die Schneekanonen während der frostigen Tagen auf Hochtouren laufen konnten, sind die Pistenbedingungen weiterhin gut - wie im Skiliftkarussell Winterberg.
Wo die Schneekanonen während der frostigen Tagen auf Hochtouren laufen konnten, sind die Pistenbedingungen weiterhin gut - wie im Skiliftkarussell Winterberg. © dpa

NRW - Die Temperaturen klettern ab jetzt tagsüber in NRW richtig satt ins Plus, Minusgrade sind selbst nachts in den Höhenlagen eher die Ausnahme als die Regel. Was die einen als Vorboten des Frühlings herbeisehnen, treibt zumindest allen Fans des Ski- und Rodelsports eher die Tränen ins Gesicht. Wir ordnen hier ein, wie sich das Wetter entwickeln wird und welche Auswirkungen das auf die Skigebiete in Sauer- und Siegerland hat.

So wird das Wetter in NRW

Darin sind sich alle Wetterdienste mit ihren Vorhersagen einig: Tag für Tag wird es jetzt bis zum Wochenende deutlich wärmer. 

Das Hoch "Frauke" bringt am Wochenende trockenes, mildes und meist sonniges Wetter nach Nordrhein-Westfalen. Am Sonntag steigen die Temperaturen auf bis zu 15 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Überblick: Die besten Skigebiete in NRW im Überblick

Am Samstag wird es bei Temperaturen von acht bis 14 Grad sonnig und trocken. Nachts kühlt es auf plus eins bis minus sechs Grad ab. Auch am Sonntag wird es mild: Bei meist klarem Himmel steigen die Temperaturen dann auf zehn bis 15 Grad.

Vorhersage: So wird das Wetter bei Ihnen

Wenn es gleichzeitig wärmer und nässer wird, kann das naturgemäß nicht gut sein für die Skigebiete in NRW. Das weiß auch Susanne Schulten, langjährige Pressesprecherin der Wintersport-Arena Sauerland mit Sitz in Winterberg.

So ist die Schnee-Lage in NRW

Sie betont aber im Gespräch mit unserer Redaktion, dass es sehr deutlich zu unterscheiden gilt zwischen den Naturschnee- und den beschneiten Skigebieten.

Wer's beim Rodeln zu wild treibt, tritt die Heimreise bisweilen ohne Schlitten an...
Wer's beim Rodeln zu wild treibt, tritt die Heimreise bisweilen ohne Schlitten an... © Lars Becker

"Die großen beschneiten Skigebiete vor allem in Winterberg, wo wir eine bis zu 80 Zentimeter dicke Schneedecke haben, kommen locker über den ganzen Februar und auch noch weit in den März hinein. Dort wurde jetzt während der Frostphase so viel Schnee produziert, dass man dort gewappnet ist für diesen Monat. In den Naturschnee-Skigebieten ist das natürlich völlig anders", weiß Schulten.

Skigebiet Wildewiese geschlossen

Das vor allem bei Familien beliebte Skigebiet Wildewiese - ohne Beschneiungsanlagen oder exponierte Höhenlage - war am Sonntag noch für Skifahrer und Rodler geöffnet, ist aber inzwischen geschlossen. 

"Die Schneelage in Wildewiese reicht nicht mehr aus für einen Liftbetrieb. Das Skigebiet bleibt vorerst geschlossen", heißt es auf der Internetseite. 

Schon am Sonntag waren die Bedingungen auf den Skipisten und auf dem Rodelhang in Wildewiese nicht mehr optimal, inzwischen ist das Skigebiet in Sundern geschlossen.
Schon am ersten Wochenende im Februar waren die Bedingungen auf den Skipisten und auf dem Rodelhang in Wildewiese nicht mehr optimal, inzwischen ist das Skigebiet in Sundern geschlossen. © Lars Becker

Mittlerweile liegt dort gar kein Schnee mehr - das wird sich vermutlich bis zum Ende des Monats auch nicht mehr ändern. Das Skigebiet liegt auf einer Höhe von 540 bis 645 Metern.

Für das Betreiber-Quartett Markus Busche, Markus Krämer, Bernd Reinstein (alle aus Balve) sowie den Mendener Alexander Dirks keine schönen Nachrichten, nachdem schon 2018 nur elf Betriebstage möglich waren. Aber Fakt ist: Ohne Kunstschnee ist mehr kaum drin - und diese Investition liegt im sechsstelligen Bereich.

Skiliftkarussell Winterberg dreht sich weiter

Wer auf Nummer sicher gehen will, der muss eine Fahrt ins "Skiliftkarussell Winterberg" einplanen. Hier ist die Wintersport-Welt noch in Ordnung. "Die neue Woche ist weiterhin mild und vielfach sonnig. Bei weitgehend trockener Luft bleiben die dicken Schneedecken erhalten", heißt es auf der Betreiber-Website.

In Winterberg sind Ski-Abfahrten ebenso möglich wie Langlauf und Rodeln. Am 23. und 24. März ist am Winterberger Poppenberghang sogar noch der Snowboard-Weltcup im Parallelslalom geplant - zum fünften Mal steigt das Finale des Weltcups damit im Sauerland. Erwartet werden dann bis zu 3000 Zuschauer.

Nach Angaben der Skiliftkarussell-Betreiber sollen die dicken Schneedecken bis weit in den März hineinreichen, das würde feststehen. Dass dies auch zum Snowboard-Weltcup Ende März noch der Fall sein wird, hoffen die Betreiber sehr. 

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