Warnung vor markantem Wetter

Weiter Regen und Gewitter in NRW - Blitz schlägt in Stellwerk ein 

+
Ein Auto fährt in der Landeshauptstadt Düsseldorf durch eine Wasserlache auf der Straße. Ein Tiefdruckgebiet bringt schwül-warme Luft von Nordwesten ins Land. Die ersten Gewitter entladen sich am Montag - stellenweise mit viel Regen. Martin Gerten/dpa 

[Update 15.24 Uhr] Heftige Gewitter am frühen Montagmorgen haben viele NRW-ler auf dem Schlaf geschreckt. Weil ein Blitz in Mülheim in ein Stellwerk einschlug, folgten Zugausfälle und lange Wartezeiten im Bahnverkehr. Und das Thema Unwetter ist noch lange nicht erledigt.

Düsseldorf - Nach den schweren Unwettern zu Wochenbeginn in Nordrhein-Westfalen kommt das Wetter nicht zu Ruhe: Auch in den kommenden Tagen seien Gewitter und teils kräftige Schauer möglich. Am Dienstag könne es auch Starkregen und Hagel geben, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montagmittag mit. 

Vor allem im Bergland kann es weiterhin blitzen. Die Temperaturen sollen nach den Montagsunwettern leicht zurückgehen. Mit Höchsttemperaturen zwischen 23 und 27 Grad bleibt es auch am Dienstag und Mittwoch warm, erst am Donnerstag fallen die Temperaturen vorübergehend auf 21 Grad.

Verkehr staut sich auf Autobahnen 

Am Sonntag hatten Rekordtemperaturen mit bis zu knapp 33 Grad in Geldern den Boden für Hitzegewitter bereitet. Dann rissen Blitz und Donner am frühen Montagmorgen viele NRW-ler aus dem Schlaf. Auf dem Weg zur Arbeit mussten Pendler wegen der Gewitter dann mit Zugausfällen und Verspätungen kämpfen. Auf den Autobahnen staute sich der Verkehr zeitweise auf etwa 300 Kilometern. Zwischen Ruhrgebiet und Rheinland lief der Bahnverkehr nach einem Blitzeinschlag in Mülheim mehrere Stunden nur stark eingeschränkt.

Signale und Weichenstellungen fielen aus, die Züge konnten auf der Hauptachse zwischen Duisburg und Dortmund nur noch langsam fahren oder gar nicht. Der Fernverkehr wurde über Dortmund und Gelsenkirchen umgeleitet. Die Reparaturarbeiten würden noch bis zum Montagnachmittag andauern, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn NRW. Einige Teile müssten ausgetauscht werden.

Blitz schlägt in S-Bahn ein

In Düsseldorf schlug ein Blitz in einen Zug der S-Bahn-Linie 8 ein und legte den Betrieb im Berufsverkehr vorübergehend lahm. Da ein Zug wie ein Faradayscher Käfig funktioniere, sei den Fahrgästen nichts passiert, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Bei Oberhausen blockierte ein umgestürzter Baum eine knappe Stunde lang die Strecke des Regionalexpress 5 zwischen Wesel und Koblenz.

In Duisburg rückten die Einsatzkräfte in der Nacht zum Montag fünfmal wegen umgestürzter Bäume aus. Mehrere Autos seien beschädigt worden, Menschen wurden demnach aber nicht verletzt. Im Kreis Kleve waren zahlreiche Haushalte am Sonntagabend einem Polizeisprecher zufolge kurzzeitig von einem sturmbedingten Stromausfall betroffen.

Starke Gewitter gab es auch in Düsseldorf, Mönchengladbach, Essen und Münster - nach Angaben der örtlichen Feuerwehren verliefen diese aber glimpflich und ohne größere Einsätze. 

Steigende Ozonwerte

Laut Deutschem Wetterdienst sollten im Laufe des Montags Gewitter mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen auch den Südosten NRWs erreichen. Nach dem Startschuss zum Sommerwetter am Wochenende warnt das Umweltamt von Düsseldorf vor steigenden Ozonwerten. Für zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung sei das besonders gefährlich, darunter Sportler, Menschen mit Bronchialbeschwerden sowie Kinder und Säuglinge. -dpa/lnw

Warnung vor markantem Wetter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte für Montag in Teilen von NRW vor "markantem Wetter" (Stufe 2) - darunter Hamm, Kreis Warendorf, Kreis Unna, Märkischer Kreis, Kreis Soest, Hochsauerlandkreis und Kreis Siegen-Wittgenstein.  

Die erste große Hitze des Jahres hat am Sonntag den Menschen in ganz NRW Temperaturen um die 30 Grad gebracht. -dpa

Lesen Sie auch: 

„Katastrophen“-Sommer droht - Experte befürchtet extreme Hitze für 2019

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare