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Hitze und Trockenheit: Droht in diesem Sommer eine Wespen-Plage in NRW?

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Von: Daniel Schinzig

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Es ist heiß und trocken. Könnte das dazu führen, dass in diesem Sommer besonders viele Wespen auf der Grillparty erscheinen? Das sagt ein Biologe dazu.

Hamm - Eine Einladung zum Grillen ist doch etwas Schönes: Gutes Essen, gute Getränke, gute Gespräche. Doch nicht selten wird der Frieden von schwarz-gelben Plagegeistern gestört: Wespen wollen von dem guten Essen ein Stück abhaben. In diesem Sommer könnte die Situation in NRW noch schlimmer werden als in den Jahren zuvor. Sorgen die aktuellen Wetterverhältnisse dafür, dass uns ab Ende Juli eine wahre Wespen-Plage heimsucht?

Hitze und Trockenheit: Droht diesen Sommer eine Wespen-Plage in NRW?

Fakt ist: Warme Temperaturen und mangelnde Feuchtigkeit sind gut für Wespen. Biologe Berthold Langenhorst vom Naturschutzbund (Nabu) Hessen erklärt das der Deutschen Presse-Agentur (dpa) genauer. So sind die Arbeiterinnen derzeit noch mit der Suche nach Futter für die Wespen-Larven beschäftigt.

Die trockene Witterung hilft dem Wachstum der Wespenvölker. Denn bei feuchteren und kühleren Verhältnissen werden viele Larven von Pilzen befallen und sterben. Das passiert dieses Jahr nicht. Alleine deshalb ist schon in diesem Sommer mit mehr Wespen zu rechnen, die im Freien ums Essen schwirren.

Dass es zu einer spürbaren Zunahme der Wespen-Aktivität Ende Juli kommen soll, hat ebenfalls einen Grund: Dann ist die Aufzucht der Larven beendet. Die Arbeiterinnen, die bislang noch die Larven füttern, ziehen dann selbst los und machen sich auf die Suche nach Futter.

Wespen-Plage in NRW? So sollten Sie sich nicht verhalten

Süßes und Fleisch ist bei den Wespen besonders beliebt. Daher erscheinen bei unseren Grillpartys im Sommer auch sooft so viele ungeladene fliegende Gäste. Dass sie uns dabei mitunter sehr nahe kommen, liegt daran, dass sie Nahrung in der Nähe von Personen wahrnehmen und gleichzeitig kurzsichtig sind.

Berthold Langenhorst ist es wichtig zu betonen, dass Wespen von Natur aus nicht aggressiv sind. „Sie wollen von uns maximal Kuchen und Schnitzel, aber sie wollen uns nicht angreifen“, sagt der Biologe. Zumindest, wenn wir ruhig bleiben. Denn die Abwehrbewegungen, die einige Menschen reflexartig machen, wenn eine Wespe um sie herum schwirrt, sorgen dafür, dass die Insekten doch angriffslustig werden.

Wer allergisch auf Wespenstiche reagiert, sollte möglichst Abstand von den Insekten halten. Es schadet auch nicht zu schauen, ob ein Wespennest in der Nähe ist, bevor man eine Gartenparty schmeißt. Außerdem sollten entsprechende Medikamente griffbereit sein.

Nicht nur Wespen können nervig sein. Auch Fruchtfliegen können uns manchmal auf den Geist gehen. Es gibt aber Tricks, mit denen man die Insekten verscheuchen kann. Und wer dachte, die heißesten Sommertage schon hinter sich gebracht zu haben, muss jetzt stark sein. Denn auf NRW soll eine Hitzewelle zurollen.

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