In NRW werden mehr als 800 Menschen vermisst

Düsseldorf -  In Nordrhein-Westfalen sind Anfang Dezember 826 Menschen als vermisst gemeldet gewesen. Von ihnen waren 136 Kinder unter 14 Jahren und 559 Jugendliche unter 18 Jahre, wie das Landeskriminalamt in Düsseldorf auf Anfrage mitteilte. Außerdem wurden 131 Erwachsene vermisst. Stichtag war der 1. Dezember.

28 Menschen verschwanden in diesem Jahr für länger als sechs Wochen und galten damit als Langzeitvermisste. Der Löwenanteil der Vermisstenfälle löst sich aber bereits nach sehr kurzer Zeit in Wohlgefallen auf. Im Jahr 2008 gab es insgesamt 15 180 Vermisstenfälle. Die Zahl stieg 2017 auf 23 840 über das gesamte Jahr gerechnet.

Ein uralter Fall konnte in diesem Jahr geklärt werden, berichtete das LKA: Von einem Studenten aus Witten, der seit 1965 vermisst wurde, war in den Schweizer Alpen ein Knochen mit einer Fahrkarte aus dem Jahr 1965 entdeckt worden. Ein DNA-Vergleich bestätigte, dass es sich um die Überreste des seit 53 Jahren vermissten, damals 22 Jahre alten Pharmazie-Studenten handelte.

Dass Langzeitvermisste nach Jahrzehnten lebend auftauchen, ist äußerst selten: So tauchte 2015 in Düsseldorf eine Frau nach 31 Jahren auf, die 1984 in Braunschweig als Studentin verschwunden und längst für tot erklärt worden war. Sie konnte ihren seit Jahrzehnten abgelaufenen Personalausweis vorlegen. Die Zahl der Langzeitvermissten lag zur Jahresmitte 2017 bei 605 Personen. Sie waren mindestens sechs Wochen und maximal bis zu 30 Jahre verschwunden.

Quelle: wa.de

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