Weniger Selbstanzeigen wegen Schwarzgeld in der Schweiz

Düsseldorf - Die Zahl der Selbstanzeigen wegen Schwarzgeldkonten in der Schweiz ist in Nordrhein-Westfalen weiter zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2018 zeigten sich 161 Steuersünder bei der Finanzverwaltung NRW selbst an, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 254. Das geht aus Zahlen des Finanzministeriums in Düsseldorf hervor.

Seit 2010 sind bei den Behörden insgesamt rund 23 700 Selbstanzeigen von Bürgern eingegangen. Den höchsten Eingang gab es im Jahr 2014 mit mehr als 7500 Anzeigen - rechtzeitig vor der Verschärfung der gesetzlichen Regeln 2015. Seitdem ist es für Steuerbetrüger deutlich teurer geworden, mit einer Selbstanzeige straffrei davonzukommen. Die Zahl der Selbstanzeigen ist seither stark gesunken - im Gesamtjahr 2017 waren es noch 382.

"Dennoch werden grundsätzlich Steuern nachgezahlt, die ohne die Möglichkeit der Eingabe in Form einer Selbstanzeige von der Gemeinschaft der ehrlichen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern getragen werden müssten", betonte das Finanzministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

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