Arbeitslosenquote in NRW sinkt auf in 8,0 Prozent

[UPDATE 15.15 Uhr] DÜSSELDORF - Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai in Nordrhein-Westfalen um 13 800 gesunken. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Prozentpunkte auf 8,0 Prozent zurück.

Der Rückgang der vergangenen Jahre habe sich aber abgeschwächt, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte.

 "Die Frühjahrsbelebung fiel in diesem Jahr deutlich schwächer aus als 2011", berichtete Christiane Schönefeld, Regionalchefin der Bundesagentur.

Dies liege in erster Linie an der sinkenden Nachfrage vor allem aus dem europäischen Ausland, so NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD). Allerdings zeige eine aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, dass die Exporterwartungen der Unternehmen zum ersten Mal seit einem Jahr wieder steigen.

Nordrhein-Westfalen lag im Mai im Bundestrend, nachdem im Vormonat die Arbeitslosigkeit entgegen der bundesweiten Entwicklung angestiegen war. Die bundesweite Quote liegt mit 6,7 Prozent deutlich niedriger und ging ebenfalls um 0,3 Prozentpunkte zurück. 730 400 Menschen in NRW waren im Mai arbeitslos gemeldet. Das waren 2500 weniger als vor einem Jahr. Hinzu kommen 220 000 Menschen in Arbeits- und Qualifizierungs-Maßnahmen.

In allen Regionen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes sank im Mai die Arbeitslosigkeit. Allerdings lag sie im Ruhrgebiet und im Bergischen Land aufgrund der nur schwachen Frühjahrsbelebung über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die niedrigste Arbeitslosenquote hat von den Regionen mit 4,5 Prozent das Münsterland. In Coesfeld ist die Quote mit 3,6 Prozent am geringsten. Im Ruhrgebiet liegt die Quote dagegen bei 11,1 Prozent. Negative Spitzenreiter sind die Städte Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund mit jeweils 12,5 Prozent.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt in Nordrhein-Westfalen seit acht Monaten über der Sechs-Millionen-Marke, getrieben von der Teilzeit-Beschäftigung. Mit 38 200 neu gemeldeten Arbeitsstellen zog die Nachfrage im Mai gegenüber dem April deutlich an. Die Bundesagentur meldete ein Nachfrage-Plus um 11,5 Prozent von mehr als 4000 Stellen.

Schönefeld nahm am Donnerstag die viel kritisierte Zeitarbeit in Schutz. Mehr als ein Drittel der Arbeitskräftenachfrage komme aus der Zeitarbeitsbranche. Sie eröffne besonders Langzeitarbeitslosen Beschäftigungschancen. Zwei Drittel der neuen Zeitarbeiter seien zuvor arbeitslos gewesen. - lnw

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare