Proteste sorgen für weniger Pakete am Nikolaustag

DÜSSELDORF - Mit bundesweit stattfindenden Betriebsversammlungen soll am Freitag die Paketabfertigung der Post  weitgehend lahmgelegt werden. In der Folge rechnet die Gewerkschaft ab dem Nikolaustag mit Beeinträchtigungen bei der Paketzustellung. Damit soll die Personalpolitik der Post angeprangert werden.

Vor dem Start einer bundesweiten Welle von Betriebsversammlungen hat die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis die Personalpolitik der Deutschen Post kritisiert. Der Beschäftigungsaufbau erfolge im wachsenden Paketgeschäft "praktisch ausschließlich über befristete und damit prekäre Arbeitsverhältnisse", warf Kocsis am Donnerstag der Post vor.

Mit bundesweit stattfindenden Betriebsversammlungen soll am Freitag die Paketabfertigung der Post über Stunden hinweg weitgehend lahmgelegt werden. In der Folge rechnet die Gewerkschaft ab dem Nikolaustag mit erheblichen Beeinträchtigungen bei der Paketzustellung. Die Post wies dagegen lediglich darauf hin, dass das Unternehmen Verzögerungen an einzelnen Standorten nicht ausschließen könne.

Bei den Betriebsversammlungen wollen die Post-Beschäftigten gegen die aus ihrer Sicht zu hohe Zahl von befristeten Arbeitsverträgen protestieren. Nach Angaben der Gewerkschaft sind von bundesweit 131.000 Beschäftigten im Brief - und Paketbereich rund 24.000 Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen eingestellt. In den Paketverteilzentren liege die Quote der Befristungen sogar bei rund 30 Prozent.

Die Post sprach dagegen von 14.700 befristeten Kräften und rund 9000 saisonalen Aushilfskräften. Für das Unternehmen seien Befristungen ein notwendiges Mittel für einen flexiblen Personaleinsatz, hieß es. Wenn sich dauerhaft ein höherer Bedarf abzeichne, fänden darüber hinaus regelmäßig Entfristungen statt. - lnw

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Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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