Schule in der Pandemie

Wegen Corona: Weihnachtsferien in NRW beginnen früher

Die Weihnachtsferien in NRW beginnen wegen der Corona-Pandemie früher. Schüler können sich über weitere Ferien-Tage freuen, Eltern müssen organisieren.

Update vom 3. Dezember, 9.21 Uhr: Die Weihnachtsferien in NRW beginnen schon nach dem 18. Dezember: Der Freitag wird der letzte Schultag werden. Darauf hatten sich die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel beim Bund-Länder-Treffen geeinigt. Es gilt noch immer: Für die zusätzlichen Ferientage wird eine Notbetreuung eingerichtet.

BundeslandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Update vom 23. November, 13.08 Uhr: Es gibt Neuigkeiten zu den vorgezogenen Winterferien in NRW: Da die Weihnachtsferien in NRW dieses Jahr zwei Tage früher starten, wird es für Schüler von der 1. bis zur 6. Klasse am 21. und 22. Dezember eine Notbetreuung geben. Das teilte das Schulministerium in einer Mail heute allen Schulen mit. Lehrer haben laut der Mail normalen Dienst an den beiden Tagen. Eltern müssen einen Antrag auf Notbetreuung stellen. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sprach am Montag über weitere Folgen der Corona-Krise für die Schulen in NRW.

Update vom 13. November, 16.30 Uhr: Überraschend hatte Schulministerin Yvonne Gebauer am Mittwochabend (11. November) angekündigt, die Weihnachtsferien in NRW schon früher starten zu lassen. Die Schüler sollten zwei Tage früher, am 21. Dezember, in die Ferien entlassen werden, um einen höheren Infektionsschutz vor Weihnachten zu erzielen. Dazu hagelte es Kritik von allen Seiten. Am Freitag wollte sich Gebauer dann in einer Aktuellen Stunde im Landtag äußern. Aber sie schwieg.

Corona-Weihnachtsferien 2020 in NRW: Viel Kritik - und die Schulministerin schweigt

Es war eine hitzige Diskussion: SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty sprach von einer Hiobsbotschaft für Alleinerziehende, Grünen-Fraktionschefin Josefine Paul unterstellte der Ministerin, mit dem Schritt einen „Chaos-Plan“ zu verfolgen. Für Kutschaty gab es ein logisches Problem: Die Landesregierung argumentiere immer, dass Schulen keine Corona-Hotspots seien - dann dürften doch eigentlich alle Schüler bis zum letzten Tag vor Heiligabend in die Schule gehen.

Dann tritt Yvonne Gebauer ans Redner-Pult - und sagt nichts zu den Vorwürfen. Stattdessen verteidigte sie ihre Absicht, alles zu tun, um die Schüler so lange wie möglich in den Klassenräumen zu unterrichten. SPD-Fraktionsvize Jochen Ott schmetterte der Schulministerin entgegen: „Sie haben zum Thema Weihnachtsferien keinen Satz gesagt heute Morgen. Das ist auch kein Wunder, weil sie nämlich nicht wissen, wie sie das Problem lösen sollen.“

Zentrale Fragen zu den Corona-Weihnachtsferien sind also auch zwei Tage nach der Ankündigung von Gebauer offen geblieben. Vor allem die Betreuungsfrage steht noch unbeantwortet im Raum.

Weihnachtsferien kommen 2020 in NRW früher - Schulministerin schweigt trotz scharfer Kritik

Update vom 13. November, 12.54 Uhr: In der Aktuellen Stunde im Landtag hat sich Schulministerin Yvonne Gebauer zum Streitthema Weihnachtsferien bislang nicht geäußert. In ihrer Rede verteidigte sie stattdessen erneut ihre Haltung, auch in der Corona-Krise so lange wie möglich am Unterricht im Klassenzimmer festzuhalten. Es sei gemeinsame Linie in der Kultusministerkonferenz, kein flächendeckendes Wechselmodell aus Präsenz- und Distanzunterricht einzuführen.

Zur harschen Kritik von SPD und Grünen an Gebauers überraschendem Beschluss, die Weihnachtsferien auf den 21. Dezember vorzuziehen und damit um zwei Tage zu verlängern, schwieg die FDP-Politikerin. Stattdessen warf Gebauer Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) „politische Spielchen“ und eine unangemessene Inszenierung vor.

Weihnachtsferien kommen 2020 in NRW früher - scharfe Kritik an Plan von Schulministerin Gebauer

Update vom 13. November, 11.41 Uhr: Auch Grünen-Fraktionschefin Josefine Paul geht mit Schulministerin Yvonne Gebauer hart ins Gericht. Über die Idee, die Winterschulferien in NRW vorzuziehen, könne man inhaltlich durchaus diskutieren. Doch ohne Konzept handele es sich um einen „Chaos-Plan“ der Landesregierung. Die Entscheidung löse Betreuungsprobleme aus. „Es kann doch nicht sein, dass die Maßnahme dazu führt, dass das auf dem Rücken von Familien und vor allem Alleinerziehenden ausgetragen wird“, so Paul in ihrer Rede.

Update vom 13. November, 11.29 Uhr: SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty kritisiert die Entscheidung von Schulministerin Yvonne Gebauer, die Winterschulferien in NRW vorzuziehen, in seiner Rede im Landtag scharf. Die Landesregierung hätte zuletzt immer argumentiert, dass Schulen sichere Lernorte und keine Infektionsherde seien. Durch die vorgezogenen Ferien würde Gebauer einräumen, so Kutschaty, dass es doch ein hohes Risiko in Schulen geben würde.

Nach Empfinden des Oppositionsführers handele es sich um keinen gut durchdachten Plan, vor allem für Alleinerziehende sei diese Entscheidung eine Hiobsbotschaft. Für die avisierte Notbetreuung habe die Landesregierung bislang kein Konzept vorgelegt. Außerdem könne auch niemand ernsthaft glauben, dass sich alle Schüler an den Tagen vor Weihnachten allein in ihren Zimmern aufhielten, sagte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion.

Weihnachtsferien kommen 2020 in NRW früher - Schulministerin Gebauer rechtfertigt Plan heute

Update vom 13. November, 9.18 Uhr: Der Streit über die vorgezogenen Weihnachtsferien in NRW im Corona-Krisenjahr 2020 beschäftigt heute ab 10 Uhr den nordrhein-westfälischen Landtag. SPD und Grüne haben dazu kurzfristig eine Aktuelle Stunde beantragt.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte am Mittwochabend überraschend bekanntgegeben, die Weihnachtsferien schon am 21. Dezember beginnen zu lassen - und damit zwei Tage früher als geplant. Dies solle als eine Art „Vor-Quarantäne“ ein unbeschwertes Weihnachtsfest ermöglichen.

Gebauer soll dabei heute ihren „Zick-Zack-Kurs“, wie ihn SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty bezeichnete, erklären und rechtfertigen. Auch aus Lehrer- und Elternverbänden gibt es Kritik und Fragen - etwa zur Betreuung der Kinder an den freien Tagen.

Weihnachtsferien in NRW kommen früher: Schulministerin Gebauer erklärt den Plan

[Erstmeldung] Hamm - Wegen der Coronavirus-Krise kommen die Weihnachtsferien 2020 in NRW früher, um Heiligabend risikofreier mit der ganzen Familie feiern zu können. Dieser Vorschlag ist in Nordrhein-Westfalen offenbar auf höchster politischer Ebene diskutiert worden. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) teilte am Mittwoch nun dem WDR mit, dass der letzte Schultag tatsächlich schon der 18. Dezember sein soll. (News zum Coronavirus)

Weihnachtsferien in NRW werden 2020 wegen Corona vorgezogen

Die Schüler in NRW können wegen der Corona-Pandemie also früher in die Weihnachtsferien starten als geplant. Um den Familien ein möglichst unbeschwertes Weihnachtsfest zu ermöglichen, habe man sich dazu entschieden, den 21. und 22. Dezember freizugeben, sagte die Schulministerin dem WDR.

Gebauer sagte weiter, sie wolle in den kommenden Tagen mit Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden klären, wie der Ausfall im laufenden Schuljahr kompensiert werden könne und wie eine Notbetreuung am 21. und 22. Dezember sichergestellt werden könne. Eigentlich hätten die Weihnachtsferien am 23. Dezember begonnen.

Weihnachtsferien 2020 in NRW: Wegen Corona früher? Laschet findet Idee gut

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte bereits am Dienstagabend in einer Corona-Bürgerfragestunde im WDR-Fernsehen mit einem Lächeln: „Die Idee ist nicht schlecht. Die Schulministerin [Yvonne Gebauer] denkt bereits darüber nach. Wir werden das erörtern.“

Nach vorherigem Stand war der Mittwoch, 23. Dezember, der erste Tag der Weihnachtsferien 2020 in NRW. Da die Schülerinnen und Schüler nun offenbar bereits am Montag und Dienstag dieser Weihnachtswoche frei bekommen, rückt der letzte Schultag vor das Wochenende auf Freitag, den 18. Dezember. Die Landesregierung wollte das mit Verbänden erörtern, sagte Laschet am Dienstag.

Familien könnte so die Möglichkeit gegeben werden, sich deutlich länger freiwillig in Quarantäne zu begeben, um so die Gefahr von Corona-Infektionen bei familiären Weihnachsbesuchen zu verringern. Von Ferienbeginn bis Heiligabend sind es dann sechs Tage statt nur einer. „Eine Sicherheit gibt das aber auch nicht“, schränkte Armin Laschet aber ein.

Früher Weihnachtsferien 2020 in NRW: Jens Spahn befürwortet die Pläne

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich am Mittwoch bereits positiv zu der Idee aus NRW geäußert. „Das ist sicherlich ein Teil der Debatte“, sagte er in der Sendung „Frühstart“ bei RTL und ntv. Für Eltern, Kinder und Lehrer sei Planbarkeit wichtig. „Das wäre mit so einer Maßnahme gegeben.“ Das könnte auch ein Teil der Debatte am Montag (16. November) sein, wenn die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten.

Neben der Diskussion um Weihnachten bleibt auch die Situation in den Schulen ein großes Thema. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat deshalb eine aktuelle Lagebesprechung einberufen. Er nennt die Dimension nach wie vor besorgniserregend, wie auch msl24.de* berichtet.

Früher Weihnachtsferien 2020 in NRW: Dafür Karneval 2021 nicht schulfrei?

Auch einen Plan, wo die zwei zusätzlichen Ferientage im Schulkalender hergenommen werden könnten, hat die NRW-Landesregierung bereits: Die üblicherweise beweglichen Karnevalsfeiertage rund um Rosenmontag könnten dazu genutzt werden. „Denn“, so Armin Laschet im WDR: „Eines ist klar: Karneval 2021 wird es nicht geben.“ Und eigentlich sollte man in der Zeit auch nicht in Skiurlaub fahren, fügte er hinzu.

Auch in einem Video-Chat mit Lesern des Kölner Stadt-Anzeigers (Mittwoch-Ausgabe) hatte Laschet gesagt, man könne einen früheren Ferienbeginn in Erwägung ziehen, „um Familien mit mehreren Generationen ein unbeschwerteres Feiern an Weihnachten zu ermöglichen, wenn die Corona-Fallzahlen in NRW im Dezember weiter auf einem hohen Niveau bleiben sollten“. Das, so sagte er am Abend im WDR, könne man jetzt, sechs Wochen vor Weihnachten, natürlich nicht sagen. Umso mehr warb Laschet dafür, die Regeln des jetzigen Corona-Lockdowns zu befolgen.

Fällt Weihnachten 2020 wegen Corona ins Wasser? Das Coronavirus breitet sich in den kalten Tagen immer weiter aus. Was wird aus dem Familienfest? Experten geben Tipps zur frühen Beachtung. *msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

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