Drogen: Satudarah-Rocker vor Gericht

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DUISBURG - In Duisburg müssen sich zwei Mitglieder des Rockerclubs Satudarah vor Gericht verantworten. Es geht um Drogenschmuggel. Zum Auftakt war viel Polizei da.

Unter besonderem Polizeischutz hat in Duisburg am Mittwoch der Prozess gegen zwei Satudarah-Rocker begonnen. Die 27 und 28 Jahre alten Männer sollen vor rund zwei Jahren in den Schmuggel von zehn Kilo Marihuana verwickelt gewesen sein.

Laut Anklage wurde das Rauschgift am 29. Januar 2013 bei Ahaus über die holländisch-deutsche Grenze geschmuggelt. Die Angeklagten sollen die Drogen auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants von einem noch unbekannten Kurier entgegengenommen und weiter nach Duisburg transportiert haben.

Bei einem der Angeklagten war bei einer früheren Kontrolle außerdem eine Schusswaffe samt Munition gefunden worden. Unter anderem wegen dieser Schmuggelfahrt war bereits in einem früheren Prozess im Januar 2014 der ehemalige Satudarah-Präsident Ali O. zu sechseinhalb Jahre Haft verurteilt worden. Ali O. hatte umfassend mit der Polizei zusammengearbeitet und seine Ex-Kollegen aufgerufen, ebenfalls aus dem Motorradclub auszusteigen.

Zum Prozessauftakt haben sich die beiden Angeklagten noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Beide befinden sich auf freiem Fuß. Ob auch Ali O. als Zeuge vernommen werden muss, ist noch unklar. Die Verhandlung war von zahlreichen Polizisten gesichert worden.

Andere Rocker waren jedoch nicht erschienen. Die Zuschauerplätze blieben weitgehende leer. Das Duisburger Landgericht hat für den Prozess zunächst noch drei Verhandlungstage bis zum 26. Februar vorgesehen. - dpa

Quelle: wa.de

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