WDR-Rundfunkrat berät über Nachfolge von Intendantin Piel

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Vorzeitiger Rücktritt aus persönlichen Gründen: WDR-Intendantin Monika Piel

KÖLN - Der WDR-Rundfunkrat befasst sich nach dem überraschenden Rücktritt von WDR-Intendantin Monika Piel am Montag mit der Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin.

Piel (61) hatte am Freitagabend erklärt, vorzeitig aufhören zu wollen, sobald ihre Nachfolge geregelt sei. Sie gab "persönliche Gründe" an. Näheres über diese Gründe wurde auch am Wochenende nicht bekannt.

Die Nachfolge der WDR-Intendantin Monika Piel soll nach dem Willen der Rundfunkratsvorsitzenden Ruth Hieronymi in einem Verfahren mit größtmöglicher Transparenz geklärt werden. Deshalb plädiere sie unbedingt für eine öffentliche Ausschreibung, bekräftigte Hieronymi am Montag in Köln. "Ich setze mich für ein möglichst transparentes Verfahren ein", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.

Der Rundfunkrat berät am Montagnachmittag über die Nachfolgeregelung für die scheidende Intendantin. Piel (61) hatte am Freitag überraschend ihren Rückzug aus persönlichen Gründen angekündigt. Hieronymi sagte, falls sie im Rundfunkrat Unterstützung für ihren Vorschlag einer Ausschreibung erhalte, werde das Verfahren zwangsläufig einige Zeit in Anspruch nehmen. Für eine öffentlich-rechtliche Anstalt sei das Gebot der Transparenz aber das Entscheidende. Das Motto müsse lauten "so zügig wie möglich, aber so gründlich wie nötig".

Natürlich müsse man auch darüber nachdenken, wie man sicherstellen könne, dass Bewerber nicht öffentlich beschädigt würden, sagte Hieronymi. 2011 hatte sich der Chefredakteur der "Leipziger Volkszeitung", Bernd Hilder, um die Nachfolge des langjährigen MDR-Intendanten Udo Reiter beworben, war aber bei der Abstimmung im Rundfunkrat durchgefallen. -dpa/lnw

Quelle: wa.de

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