Der Messlöffel ist zu groß

Warnung vor Koffein-Pulver: Gefahr der automatischen Überdosierung - Staatsanwaltschaft ermittelt

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Rückruf: Kunststoffpartikel in Nussschokolade von Penny

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt nach Aufforderung der Stadt Köln gegen den Hersteller eines Koffein-Pulvers. Dieser hatte nach einer Warnung vor seinem Produkt jegliche Kooperation mit der Stadt verweigert. Im Kern geht es darum, dass Konsumenten des Pulvers dieses höchstwahrscheinlich überdosieren - ohne selbst einen Fehler zu machen.

Köln - Nach einer Anzeige der Stadt Köln gegen den Hersteller eines Koffein-Pulvers ermittelt die Staatsanwaltschaft. "Die Ermittlungen dauern an, gegebenenfalls wird es Folgemaßnahmen geben", sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft am Freitag. 

Nähere Angaben wollte er dazu nicht machen. Die Stadt hatte am Donnerstag mitgeteilt, sie habe die Staatsanwaltschaft aufgefordert, bei dem Hersteller des Nahrungsergänzungsmittels eine Durchsuchung zu veranlassen, da dieser die Kooperation verweigere. Der Geschäftsführer der Kölner Firma wollte am Freitag keine Stellungnahme abgeben. 

Messlöffel zu groß

Dem Produkt "np nutrition Caffeine 100%-HCL" von New Pharma Nutrition sei ein zu großer Messlöffel beigefügt, sagte eine Stadt-Sprecherin. "Wenn man das Pulver einnimmt wie vorgesehen, führt das automatisch zu einer Überdosierung." Der Hersteller habe trotz mehrfacher Aufforderung und einer Ordnungsverfügung keine Angaben zu seinen Kunden in seinen beiden Kölner Geschäften sowie im Internet gemacht. 

Die Stadt wolle aber die Vertriebswege nachvollziehen, um Kunden gezielt warnen zu können. Auf dem offiziellen Portal Lebensmittelwarnung.de waren bereits am Dienstag ein Rückruf und eine Produktwarnung wegen der "Gefahr einer zu hohen Koffeinaufnahme" veröffentlicht worden. -dpa

Quelle: wa.de

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