Feuer in Wenden-Rothemühle

Verheerender Waldbrand im Sauerland nach 15 Stunden gelöscht - Polizei äußert sich zur Ursache

Der Waldbrand in Wenden-Rothemühle hat eine Fläche von rund vier Fußballfeldern zerstört.
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Der Waldbrand in Wenden-Rothemühle hat eine Fläche von rund vier Fußballfeldern zerstört.

Die Feuerwehr war in Wenden im Sauerland im Großeinsatz. Dort war ein Waldbrand auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern ausgebrochen. Insgsamt 600 Einsatzkräfte kämpften 15 Stunden lang gegen die Flammen. Nun hat sich die Polizei zur Ursache geäußert.

  • In Wenden-Rothemühle ist am Montagabend ein verheerender Waldbrand ausgebrochen.
  • Das Feuer wütete auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern.
  • Die Feuerwehr und Hilfsorganisationen waren mit etwa 600 Kräften im Einsatz.

Update, 12.15 Uhr: Nach dem großen Waldbrand in Wenden-Rothemühle (NRW) hat die

Polizei ihre ersten Ermittlungsergebnisse veröffentlicht. Demnach hätten Zeugen schon vor der Entdeckung des Feuers Brandgeruch aus dem Waldgebiet wahrgenommen, ohne diesen genau zuordnen zu können. Daraus schließt die Polizei nach eigenen Angaben, dass der Brand erst nach einer Schwelbrandphase in ein offenes Feuer übergegangen sei.

Die Ermittler haben auch eine Vermutung, wie der Waldbrand, der insgesamt etwa 30.000 Quadratmeter Wald zerstört hat, verursacht worden sein könnte: "Derzeit ist von einer Brandentstehung nach fahrlässigem Umgang mit brennenden oder glimmenden Gegenständen, möglicherweise einer fahrlässig entsorgten Zigarettenkippe, auszugehen", teilte die Polizei am Mittwochmittag mit. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung hätten sich nicht ergeben.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit weist die Polizei zudem darauf hin, in Waldgebieten besonders vorsichtig zu sein

Waldbrand in Wenden-Rothemühle: Feuerwehr zieht nach Einsatz Bilanz

Update, Mittwoch, 22. April, 9.43 Uhr: Die Feuerwehr Wenden hat nach dem verheerenden Waldbrand im Ortsteil Rothemühle (NRW) Bilanz gezogen. Insgesamt dauerte der intensive Einsatz rund 15 Stunden, es kamen über die gesamte Dauer rund 600 Kräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen zum Einsatz. 

Unterstützung bekam die Wendener Feuerwehr demnach von Einheiten aus allen Kommunen im Kreis Olpe sowie aus Hagen, dem Märkischen Kreis, dem Kreis Siegen-Wittgenstein, dem Kreis Altenkirchen und der Bundesfeuerwehr Köln/Bonn. Darüber hinaus waren Einsatzkräfte der Polizei NRW, der Polizei Olpe, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Drolshagen und Wenden sowie des Technischen Hilfswerks (THW) Olpe. Auch heimische Landwirte trugen nach Angaben der Feuerwehr durch ihre Mithilfe zum Erfolg des Großeinsatzes in Wenden-Rothemühle bei. 

Waldbrand in Wenden-Rothemühle: Schwierige Wasserversorgung der Einsatzstelle

"Trotz des sehr langen und kräftezehrenden Einsatzes konnte durch eine harmonische Zusammenarbeit der verschiedenen Kommunen, aber auch der verschiedenen Organisationen und Helfer Schlimmeres verhindert werden", teilt die Feuerwehr mit, die in diesem Zuge allen Beteiligten dankt - ebenso wie vielen Bürgern, die den Helfern mit "vielen Danksagungen und kleinen Gesten" in den sozialen Medien oder an der Einsatzstelle in Wenden-Rothemühle ihren Dank ausgedrückt hätten. 

Die Wasserversorgung stellte beim Waldbrand in Wenden-Rothemühle eine Schwierigkeit dar. Auch heimische Landwirte unterstützten die Feuerwehr.

Schwierig war nach Angaben von Feuerwehrsprecher Christopher Quast die Wasserversorgung. Daher sei früh umfangreich alarmiert worden. Am Dienstagmorgen habe die Einsatzleitung entschieden, einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen einzurichten. "Dies gestaltete sich vorerst schwierig, da die umliegenden Flüsse der Ortschaften durch die anhaltende Trockenheit nur einen geringen Wasserstand vorweisen konnten. So mussten die bis dahin alarmierten elf Tanklöschfahrzeuge eine weite Strecke bis zum Vorstaubecken der Bigge zurücklegen", berichtet die Feuerwehr.

Update, 13.30 Uhr: Aufatmen in Wenden (NRW): Der Waldbrand im Ortsteil Rothemühle ist gelöscht. Die Feuerwehr meldete der Leitstelle des Kreises Olpe nach eigenen Angaben gegen 12.45 Uhr "Feuer aus". "Aktuell sind auch die Einsatzkräfte der 4. Bereitschaft am Durchatmen", teilt die Feuerwehr Wenden auf ihrer Facebook-Seite mit.

Waldbrand in Wenden: So berichteten wir ursprünglich

Wenden-Rothemühle (NRW) - Ein Waldbrand auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern hat im Kreis Olpe (NRW) für großen Schaden gesorgt. Das Areal im Bereich von Rothemühle und Brün, zwei Ortsteile der Gemeinde Wenden im Sauerland, in der Größe von etwa vier Fußballfeldern sei größtenteils zerstört, sagte Christopher Quast, Pressesprecher der Feuerwehr Wenden, am Dienstagmorgen. 

Neben der gesamten Gemeinde-Feuerwehr aus Wenden rückten "zahlreiche Einheiten aus dem Kreis Olpe, Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreis Altenkirchen" zum Waldbrand in Wenden-Rothemühle aus, wie die Feuerwehr Wenden auf ihrer Facebook-Seite berichtet. Zudem kamen Großtanklöschfahrzeuge der Flughafen-Feuerwehr Köln-Bonn und ein Hubschrauber der Polizei zum Einsatz."Auch die ortsansässigen Bauern sind vor Ort um Wasserversorgung sicherzustellen", teilte die Feuerwehr am späten Montagabend mit. 

Zu einem Waldbrand in Wenden-Rothemühle rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot aus.

Waldbrand in Wenden-Rothemühle: Trockenheit und Wind begünstigen Feuer

Der Großbrand brach am Montagabend aus und breitete sich rasant auf einer großen Fläche aus.  Die große Trockenheit und der Wind haben den Waldbrand in Wenden-Rothemühle nach Angaben der Feuerwehr begünstigt. Zeugen hatten das Feuer gegen 21.45 Uhr der Polizei gemeldet.

Am Dienstagmorgen folgte vorsichtige Entwarnung: "Mittlerweile ist das Feuer unter Kontrolle", sagte Christopher Quast. Aktuell sei die Feuerwehr in Wenden-Rothemühle damit beschäftigt, Glutnester abzulöschen. 

Die Kräfte der Feuerwehr Wenden seien nach mehr als acht Stunden im Einsatz durch die vierte Feuerwehrbereitschaft bestehend aus Einheiten aus der Stadt Hagen und dem Märkischen Kreis ausgelöst worden, heißt es auf Facebook. "Nach diesem kräftezehrenden Einsatz werden unsere Kräfte sich eine kurze Pause gönnen, bis sie dann am Vormittag wieder zum Einsatz kommen", erklärte die Feuerwehr. 

Waldbrand in Wenden-Rothemühle: L342 weiterhin gesperrt

In der Spitze waren nach Angaben der Feuerwehr etwa 400 Kräfte im Einsatz. Ein Feuerwehrmann sei leicht verletzt und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete Christopher Quast. Weitere Personen wurden nach Angaben der Polizei bei dem Waldbrand in Wenden-Rothemühle nicht verletzt. 

Bei dem Waldbrand in Wenden-Rothemühle kamen auch Großtanklöschfahrzeuge der Flughafen-Feuerwehr Köln-Bonn zum Einsatz.

Erkenntnisse zur Brandursache gibt es derzeit noch nicht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie groß der bei dem Waldbrand entstandende Schaden ist, ist momentan laut Polizei noch nicht absehbar.

Die Kölner Straße (L342), die von Rothemühle nach Wildbergerhütte führt, wurde für die Löscharbeiten zwischen Rothemühle und dem Abzweig Bebbingen voll gesperrt. Die Sperrung gilt auch am Dienstag noch, wie die Polizei Olpe auf Facebook mitteilte. Die Sperrung werde demnach "noch einige Stunden" andauern. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. 

Die Feuerwehren und Wetterdienste hatten in den vergangenen Tagen eindringlich auf die aktuell hohe Waldbrandgefahr hingewiesen, am Montag gab es dann gleich zwei große Waldbrände in NRW: Neben dem in Wenden-Rothemühle war wenige Stunden zuvor in Gummersbach im Oberbergischen Kreis, nur etwa 20 Kilometer Luftlinie von Wenden entfernt, ebenfalls ein verheerender Waldbrand ausgebrochen, der die Einsatzkräfte auch am Dienstag noch beschäftigte. 

Im Kreis Olpe hatte es vor knapp zwei Wochen einen ersten Vorboten gegeben: In Olpe-Griesemert hatte Waldboden auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern gebrannt

Quelle: wa.de

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